Donnerstag, 20. August 2020

Anzeige statt provisorische Fahrerlaubnis: Führerscheinbetrug aufgeflogen

Einmal mehr hat die Straßenpolizei einen Betrüger im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen. Ein 24-jähriger Bozner wurde nämlich beim Versuch ertappt, die theoretische Führerscheinprüfung mithilfe unerlaubter Mittel zu bestehen.

Mit diesem geschickt ausgeklügelten technischen Apparat wollte der Kandidat die Prüfung bestehen.
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Mit diesem geschickt ausgeklügelten technischen Apparat wollte der Kandidat die Prüfung bestehen. - Foto: © Straßenpolizei
Verraten hatte den Prüfungskandidaten wohl seine Nervosität. Bei einem Kontrollgang der Straßenpolizei fiel er nämlich wegen seiner ungewöhnlichen Anspannung auf, was die Beamten dazu veranlasste, genauer nachzusehen.

Und sie sollten Recht behalten: Unter seinem T-Shirt hatte der junge Mann sein Handy montiert, dessen Kamera durch ein kleines Loch in der Kleidung die Quizfragen filmte und einem Komplizen zuschickte. Über einen Knopf im Ohr bekam der 24-Jährige von seinem Hintermann dann die richtigen Antworten zugeflüstert.



Und das offenbar mit Erfolg. Wie die Kontrolle ergab, hätte der Kandidat den binnen kürzester Zeit abgeschlossenen Test ohne Fehler bestanden. Die Straßenpolizei machte ihm hierbei jedoch einen Strich durch die Rechnung. Anstatt einer provisorischen Fahrerlaubnis hagelte es eine Anzeige. Die unerlaubten technischen Hilfsmittel wurden sichergestellt.

Der junge Bozner ist nicht der Erste, der die theoretische Führerscheinprüfung innerhalb weniger Wochen auf genau diesem Wege zu bestehen versuchte. Bereits Ende Juli hatte es ein 39-Jähriger aus Albanien ebenfalls mit einer Spionagekamera versucht. Auch er war von der Straßenpolizei gestoppt worden.

deb