Donnerstag, 22. Oktober 2015

Apfelernte im ganz großen "schwarzen" Stil

Sie kamen bei der Apfelernte im Überetscher Gebiet zum Einsatz: Aufgrund von Kontrollen kam die Finanzpolizei einem Betrieb mit ausschließlich Schwarzarbeitern auf die Schliche.

Die Finanzpolizei bei Kontrollen der Erntehelfer. - Foto: Finanz
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Die Finanzpolizei bei Kontrollen der Erntehelfer. - Foto: Finanz

Die Bozner Finanzpolizei spricht von "einem großen Schaden für den Fiskus, einem gravierenden Fall von Schwarzarbeit und einer unzumutbaren Situation für die Schwächsten in der Arbeitskette."

Die Rede ist von einem Fall, auf den die Beamten im Rahmen von intensivierten Kontrollen der Erntehelfer, die bei der Weinlese und Apfelernte in Südtirol eingesetzt werden, gestoßen sind.

In einem Obstbetrieb in Überetsch stellte sich heraus, dass alle sieben Arbeiter der insgesamt sieben Angestellten "schwarz" beschäftigt waren. "Also 100 Prozent der kontrollierten Personen, die überwiegend aus dem östlichen Ausland stammen", gibt die Finanzpolizei zu bedenken.

Unlautere Konkurrenz - saftige Strafen

Aufgrund der fehlenden Meldung würden nicht nur dem Staat reichlich Steuereinnahmen entgehen, auch eine Absicherung der Arbeiter würde unterbleiben. "Zudem entsteht dem Betreiber ein ungerechtfertigter Vorteil. Er tritt in unlautere Konkurrenz zum regelkonformen Markt", so die Finanzpolizei. 

Dem Betreiber des landwirtschaftlichen Betriebes drohen saftige Strafen. 

stol/ker

stol