Mittwoch, 05. August 2020

Apokalyptische Zustände in Krankenhäusern

In den Krankenhäusern von Beirut spielen sich nach den heftigen Explosionen im Hafenareal dramatische Szenen ab.

Auch Krankenhäuser und Krankenwagen wurden durch die heftigen Explosionen zerstört. - Foto: © APA/afp / ANWAR AMRO
Es sind schreckliche Bilder aus Beirut, die die Welt erreichen. Die Krankenhaus-Flure sind blutverschmiert und Menschen schreien vor Schmerzen. Insgesamt wurden bei den Explosionen im Hafenareal von Beirut mindestens 100 Menschen getötet. Über 4000 Verletzte sprengen die Kapazität der Krankenhäuser und Kliniken. ( STOL hat berichtet)

Verletzte auch auf Straßen behandelt

Aufgrund der restlos überfüllten Krankenhäuser müssen Verletzte auch auf der Straße und auf Parkplätzen behandelt werden.


Laut Allianz Worldwide Care gibt es in der libanesischen Hauptstadt 31 Krankenhäuser in der 2,4 Millionen-Metropole. Einige wurden durch die heftigen Explosionen zerstört. Das libanesische Rote Kreuz ruft zu Blutspenden auf.



Das Gesundheitssystem im Libanon ist schlecht und durch das Coronavirus arg gebeutelt. Die Neuinfektionen sind in der letzten Zeit drastisch angestiegen.

Hilfszusagen aus aller Welt

Frankreich schickte 2 Militärflugzeuge mit 55 Angehörigen des Zivilschutzes und tonnenweise Material zur Behandlung von Verletzten. Tschechien schickte ein Team, das auf die Bergung von Verschütteten spezialisiert ist.


Russland schickte 5 Flugzeuge mit Ärzten und einem mobilen Krankenhaus. Ein Krankenhaus im Norden Israels bot Hilfe bei der Versorgung von Verletzten an. Von libanesischer Seite wurden die Hilfsangebote aus Israel jedoch zurückgewiesen. Viele weitere Staaten haben angekündigt, dem Libanon zur Seite zu stehen. ( STOL hat berichtet)

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apa/stol