Der spektakulärere Raubüberfall ereignete sich heute Morgen auf der Staatsstraße in der Provinz Brindisi in Apulien: Auf der Höhe von Torchiarolo stoppten gegen 7 Uhr mindestens 10 Übeltäter mit mehreren Schüssen einen Geldtransporter der „Battistoli“- Gruppe. Außerdem steckten sie mehrere Fahrzeuge in Brand, um den Einsatzkräften den Weg zu versperren.<h3> 6 Fahrzeuge in Brand gesteckt</h3>Der Überfall sei laut den Ermittlern bis ins kleinste Detail geplant gewesen, wie sie gegenüber der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ berichten: Die Fahrbahn wurde von den Räubern regelrecht verbarrikadiert: Mindestens 6 Fahrzeuge -3 pro Fahrtrichtung- sollen sie in Brand gesteckt haben. Die Straße, die zu den meist befahrenen in dem Gebiet zählt, hätten die Übeltäter wohl planmäßig bei hohem Verkehrsaufkommen blockiert, wie die italienische Nachrichtenagentur „Ansa“ meldet. <h3> „Man hat nicht verstanden, was vor sich geht“</h3>Ein Anwalt aus Salento, der gerade auf der Staatsstraße unterwegs war, schildert den Überfall gegenüber der Tageszeitung: „Ich hatte Angst, ich war mit meinen Arbeitskollegen im Auto. Plötzlich haben wir Rauchschwaden gesehen und Autos, die im Stau stehen. Man hat nicht verstanden, was vor sich geht. Wir sind nicht aus dem Auto gestiegen.“ <h3> 3 Millionen Euro Beute</h3>Die geschätzte Beute der Räuber liegt wohl im Millionenbereich: Mit 3 Millionen Euro sollen sich die flüchtigen Übeltäter in Richtung der Felder aus dem Staub gemacht haben. Wahrscheinlich wurden sie von Komplizen an Bord von anderen Fahrzeugen erwartet.<h3> 300 Euro sichergestellt</h3>In der Umgebung fanden die Beamten rund 300 Euro in Banknoten, wohl ein Teil der Beute, die die Verbrecher auf ihrer Flucht verloren haben. Ersten Angaben zufolge soll bei dem Raubüberfall keiner der Wachleute in dem Geldtransporter verletzt worden sein, es gilt jedoch noch zu prüfen, ob jemand durch die Rauchschwaden zu Schaden gekommen ist. <BR /><BR />Die Ermittlungen laufen, auch Überwachungsaufnahmen und Amateur-Videos des Geschehens werden dabei berücksichtigt. Die Ermittlungen erstrecken sich auf die gesamte Region.