Dienstag, 13. März 2018

Aquila: Kunstschätze nach Erdbeben gefunden

Zahlreiche Kunstschätze sind nach dem Erdbeben in Aquila aus den geschlossenen Kirchen entwendet worden: Nun haben sie die Carabinieri in Villen von kriminellen Banden an der Amalfiküste wiedergefunden.

Die Carabinieri konnten wertvolle, verschollene Kunstschätze an der Amalfiküste wiederfinden.
Die Carabinieri konnten wertvolle, verschollene Kunstschätze an der Amalfiküste wiederfinden.

37 Kunstwerke konnten die Abteilung für Kunstschutz der Carabinieri sicherstellen, darunter Altartafeln aus dem 17. und 18. Jahrhundert und ein Teil des Flügelaltares aus dem 16. Jahrhundert der Kirche „San Rocco“ in Formia. Unter dem Diebesgut fanden die Beamten sogar ein Gemälde des berühmten italienischen Künstlers Guido Reni aus dem 16. Jahrhundert. Kriminelle Banden hatten die Kunstwerke aus den Kirchen in Aquila entwendet, die aufgrund der Erdbeben im Jahr 2009 geschlossen waren. Anschließend brachten sie das Diebesgut in Villen an der Amalfiküste unter. Große Gemälde und Altartafeln wurden an Kunstsammler teuer weiterverkauft.

Luigi Cannavale, Staatsanwalt von Salerno, bedauert gegenüber „La Repubblica“, wie sehr Salerno ein Umschlageplatz dieses skrupellosen Marktes geworden sei. Dank der technischen Möglichkeiten an der Datenbank könne man auch Werke identifizieren, die bereits seit Jahrzehnten als vermisst gemeldet seien, erklärt der Carabinieri-Oberst Nicola Candido.

Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft Salerno und der Abteilung für Kunstschutz der Carabinieri getragen.

stol

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