Donnerstag, 21. März 2019

Arbeit mit Migranten: „Nach dem Wie fragen, nicht dem Warum“

Am Donnerstag wurde in der Eurac in Bozen zur Fachtagung „Migranten, neue Routen für die Fachleute“ geladen. Dort ging es vor allem um ein Umdenken in der täglichen Arbeit mit Personen aus anderen Kulturen. Nicht das Umlernen sollte im Vordergrund stehen, sondern das Verstehen.

Schon im Kindergarten ist es wichtig, auf die kulturellen Unterschiede der Kinder einzugehen.
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Schon im Kindergarten ist es wichtig, auf die kulturellen Unterschiede der Kinder einzugehen. - Foto: © shutterstock

Von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr luden der Verein Volontarius Onlus gemeinsam mit dem Verein La Strada-Der Weg Onlus sowie der Caritas Diözese Bozen-Brixen zu der Fachtagung, an der mehr als 220 Personen teilnahmen.

Unter anderem referierte Salmi Hadid, Psychologe, Psychotherapeut und Professor an der Universität von Paris. Anschließend wurden einige kritische Fälle vorgestellt, mit denen lokale Fachleute in ihrer täglichen Arbeit mit Migranten konfrontiert werden. 

„Wo kulturelle Verschiedenheit herrscht, wird es unerlässlich, neues Wissen und neue Kompetenzen zu erwerben, um in der Lage zu sein, neue Arbeitstechniken hervorzubringen und auszuprobieren“, sind die Veranstalter überzeugt.

„Erst wenn wir unsere bisher eingesetzten Methoden zum Verstehen der ‚Anderen‘ kritisch überdenken, können wir die veralteten Herangehensweisen hinterfragen und neue Methoden erschaffen. Die Ethnoklinik bietet uns dafür ohne Zweifel den besten Zugang, um Vorfälle besser zu verstehen und auszulegen.“

Warum es besser ist, nach dem Wie zu fragen als nach dem Warum, erklärt David Monti von Volontarius im Video.

stol

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