Freitag, 04. Dezember 2015

Arbeiten an digitaler Großbaustelle werden Jahre dauern

Kann eine Firma, in der verschiedene Sprachen gesprochen werden, funktionieren? Sie kann, doch wird die Arbeit unnötig erschwert. Nicht ohne Grund bezeichnet Martha Stocker die Vereinheitlichung in Sachen EDV als „eine der Großbaustellen im Sanitätsbetrieb“. Dort will sie nun anpacken.

Die Vereinheitlichung und die Vernetzung sind für Landesrätin Martha Stocker und Generaldirektor Thomas Schael die Ziele eines neuen Informationssystems im Südtiroler Sanitätsbetrieb Foto: LPA/mp
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Die Vereinheitlichung und die Vernetzung sind für Landesrätin Martha Stocker und Generaldirektor Thomas Schael die Ziele eines neuen Informationssystems im Südtiroler Sanitätsbetrieb Foto: LPA/mp

Zunächst zur Ist-Situation: Die EDV für die ehemals vier Sanitätsbetriebe umfasst derzeit unterschiedliche und nicht vernetzte Systeme mit etwa 300 Applikationen. Da fällt das Kommunizieren schwer. Nicht ohne Grund wird nun mit Hochdruck an einem EDV-Masterplan 2016-2018 gearbeitet.

„Ziel ist es, dass sich alle Mitarbeiter und Partner im Gesundheitsbereich – von den Hausärzten, Apotheken und Sprengeln bis zu den sieben Krankenhäusern – als Netzwerk verstehen“, sagte die Gesundheitslandesrätin am Freitag. Die Landesregierung will für dieses Vorhaben zusätzliche 30 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre zur Verfügung stellen.

Wie Generaldirektor Thomas Schael erklärte, soll der EDV-Masterplan bis März 2016 verabschiedet werden. Mit einer neu organsierten Informatikabteilung im Sanitätsbetrieb sowie externen Partner – wie der Südtiroler Informatik AG – soll es dann an die konkrete Umsetzung gehen.

stol

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