Am Montag haben Vertreter der Gemeinde Bozen und der SEL-Tochtergesellschaft Ecotherm, die das Fernheizwerk in Bozen betreibt, den Plan zum Ausbau des Fernwärmenetzes präsentiert.Mit Fernwärme versorgt werden soll die Zone um die Reschenstraße in Richtung Freiheitsstraße und das Krankenhaus. Derzeit sind an das Bozner Fernwärmenetz rund 3.500 Wohnungen und 100 Betriebe in der Industriezone angeschlossen. Mit der thermischen Energie, die in der Müllverbrennungsanlage entsteht, soll künftig der Bedarf an Wärme und Warmwasser von weiteren 10.000 Familien abgedeckt werden. Arbeiten an Fernwärmenetz beginnenDie Arbeiten zum ersten Bauabschnitt werden in den nächsten Tagen beginnen und betreffen die Zone der Reschenstraße, zwischen dem Stadtviertel Casanova das bereits an das Fernheizwerk angeschlossen ist, und die Drususallee bis zur Höhe des Kreisverkehrs Richtung Meran. Die Grabungsarbeiten zur Verlegung der Leitungen verlaufen hinter der Militärzone der Reschenstraße und hinter dem Stadtviertel Firmian. In den kommenden Jahren wird das Fernwärmenetz in Richtung Bozner Krankenhaus ausgebaut – das voraussichtlich im Winter 2016/2017 angeschlossen wird – und entlang der Achse Drususallee, Europaallee, Roenstraße, Palermostraße und Freiheitsstraße und anschließend weiter entlang der Cadorna-Straße und der Triester Straße. Somit können die Gebäude in den umliegenden Zonen an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Neben dem Fernheizwerk in Bozen Süd wird im Zuge der Arbeiten ein neuer 40 Meter hoher Speicherturm gebaut, um die Wärme aus der Müllverwertungsanlage bestmöglich zu nutzen und so lange zu speichern, bis sie zu Spitzenzeiten oder im Fall eines Stillstands des Fernheizwerks verteilt wird. Glasfaserkabel werden verlegtIm Rahmen der Grabungsarbeiten zum Ausbau des Netzes werden neben den Fernwärmeleitungen zeitgleich auch Glasfaserkabel verlegt und, wo es möglich ist, neue Radwege realisiert.