Die Arbeiten sind Teil eines Abkommens zwischen dem Verteidigungsministerium und dem Land: Das Land saniert alte Kasernen und stellt dem Militär damit moderne Infrastruktur zur Verfügung. Im Gegenzug gehen andere Militärareale kostenlos an das Land, das diese anschließend meist an die jeweiligen Gemeinden abtritt.<BR /><BR />„Das Bauvorhaben in der Vittorio-Veneto-Kaserne ist für die Stadt Bozen von großer Bedeutung“, betonte Christian Bianchi, Landesrat für Hochbau, Valorisierung des Vermögens sowie Grundbuch und Kataster, gestern bei einer Besichtigung der Baustelle. Das Hauptziel der Bauarbeiten des Landes für das Verteidigungsministerium ist die Zusammenlegung der beiden Kasernen. Durch die Übersiedlung der Militärs aus der Otto-Huber-Kaserne in der Drususstraße in die neue Kaserne wird das Areal für den Wohnbau frei.<h3> „Schnell mit den Baggern auffahren“</h3>Bis die Bauarbeiten dort anlaufen können, werden aber noch mindestens zwei Jahre vergehen. Das Vorhaben in der V.-Veneto-Kaserne, das in zwei Baulose aufgeteilt ist, „muss bis Mitte 2028 fertiggestellt sein. Das wurde so festgelegt. Anschließend kann der Umzug starten“, erklärte Landesrat Bianchi gestern.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1322115_image" /></div> <BR />Nach der Übersiedlung solle die 1,3 Hektar große Fläche der Kaserne vom Land an die Gemeinde Bozen übergehen. Man wolle daraufhin „sehr schnell mit den Baggern auffahren“, hatte Vizebürgermeister Stephan Konder in einem „Dolomiten“-Interview kürzlich erneut betont, um bis zu 450 Wohnungen für den Mittelstand zu bauen.<h3> Kosten belaufen sich auf 33 Millionen Euro</h3>Das Bauprojekt in der Vittorio-Veneto-Kaserne umfasst insgesamt vier Gebäude und kostet dem Land 33 Millionen Euro. In zwei davon, die zum ersten Baulos gehören, laufen die Arbeiten bereits seit Dezember 2025. „Die Arbeiten für das zweite Baulos wurden vor Kurzem an dieselbe Firma vergeben“, unterstrich Alessia Biotti, die verantwortliche Architektin des Landes.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1322118_image" /></div> <BR />Insgesamt ist das Areal der Kaserne am nordwestlichen Stadtrand von Bozen etwa 8,2 Hektar groß. Im östlichen Bereich der Kaserne wird derzeit ein 100 Meter langes und 18 Meter breites Gebäude mit einer Volumen von 34.000 Kubikmetern vollständig saniert. „Die Struktur umfasst vier Stockwerke und ein Dachgeschoss und wird seit mehreren Jahren nicht mehr genutzt“, erläuterte Biotti.<BR /><BR /><h3> Mensa, Küche, Büros und Unterkünfte geplant</h3>Vorgesehen seien eine Krankenstation mit Ambulatorien im Erdgeschoss sowie etwa 120 Unterkünfte mit zwei, drei oder vier Betten und sanitären Anlagen in den restlichen Stockwerken. Geplant sind auch neue Büros. „Die Fassade wird beinahe unverändert bleiben. Es wird aber eine Innendämmung nach modernen Standards umgesetzt“, erklärte die Architektin.<BR /><BR />Im angrenzenden Multifunktionsgebäude sind die Arbeiten ebenfalls bereits angelaufen. „Die Struktur beherbergt die Kantine, die die tägliche Verpflegung von über 1.000 Personen in drei Schichten gewährleistet“, unterstrich Biotti. Im ersten Obergeschoss seien Freizeiträume sowie weitere Gemeinschafts- und Aufenthaltsbereiche geplant. Mehr auf Seite 17