Dienstag, 03. März 2015

Arbeiter stürzt von Pfeiler: Haftstrafe für Liftbetreiber

Igor Marzola ist Betreiber der Seilbahn zum Piz Sella in Wolkenstein. Er muss für den Unfall haften, bei dem ein Arbeiter 2011 von einem Liftpfeiler 55 Meter in die Tiefe gestürzt war.

Die Seilbahn zum Piz Sella in Wolkenstein hat hohe Pfeiler.
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Die Seilbahn zum Piz Sella in Wolkenstein hat hohe Pfeiler. - Foto: © STOL

Zum Umfall war es bereits am 8. März 2011 gekommen. Dabei ist ein Techniker von einer vorbeifahrenden Gondel erfasst und vom Pfeiler geworfen worden.

Er stürzte in der Folge 55 Meter in die Tiefe.

Dahingehend musste sich Liftbetreiber Igor Marzola vor Gericht verantworten. Ihm wurde fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Laut Staatsanwalt Axel Bisignano hätte Marzola die Wartungsarbeiten so organisieren müssen, dass der Techniker die Kontrolle über den Start der Seilbahngondel hatte. 

Nun wurde Marzola zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. 

Bleibende Schäden

Der Techniker hatte beim Unfall Glück im Unglück. Der Sturz hätte tödlich enden können, wäre er nicht von einer rund zwei Meter dicken Schneeschicht abgefedert worden.  

Dennoch zog sich der damals 41-Jährige mehrfache Brüche zu, die erst nach 270 Tagen geheilt waren, auch habe er laut Anklage bleibende Schäden im Beckenbereich erlitten. 

stol/rc/ker

stol