Von 2018 bis 2023 (Generaldirektor Florian Zerzer) verspielte der Betrieb 77,5 Prozent von insgesamt 129 Verfahren vor Gericht. In den fünf Jahren zuvor waren es deutlich weniger Streitigkeiten – allemal zog auch dort der Sanitätsbetrieb in 79,3 Prozent der Fälle den Kürzeren.<BR /><BR />Von Polemiken begleitet, wurde Florian Zerzer im August zum Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung ernannt. Zumal es von Seiten der Gemeinden hieß, Zerzer bringe wichtige Führungsqualitäten, wollten die Grünen mit einer Landtagsanfrage prüfen, wie es um Zerzers Performance zu seinen Zeiten als Sabes-Generaldirektor aussah, und fragten dabei gezielt nach arbeitsrechtlichen Streitigkeiten.<BR /><BR />Aus der Antwort lässt sich pauschal herauslesen, dass sich Streiten mit dem Sanitätsbetrieb für die Betroffenen fast immer lohnt. In den Jahren 2018 bis 2023 – also unter Zerzer als Generaldirektor – gab es 129 arbeitsrechtliche Verfahren, 100 (77,5 Prozent) verlor der Betrieb laut Landesrat Hubert Messner. Aus den Verfahren entstanden dem Sanitätsbetrieb Kosten von rund 3,175 Mio. Euro.<h3> Im Fünfjahreszeitraum vor Zerzer weniger Verfahren</h3> Im Fünfjahreszeitraum vor Zerzer fielen laut Messner deutlich weniger Verfahren an. Von 2013 bis 2017 waren es 29, wovon der Sanitätsbetrieb 23 (79,3 Prozent) verlor. Die daraus entstandenen Kosten für den Sanitätsbetrieb betragen 947.765 Euro.<BR /><BR /> 2022 wurde ein Teil des Landesgesetzes zur Ernennung von Primaren annulliert. 52 Primariate mussten neu ausgeschrieben werden. Bisher gab es dazu vier gerichtliche Verfahren, wovon zwei beim Kassationsgerichtshof anhängig sind. Zwei wurden mit einer Schlichtung beendet. Die Kosten für den Sanitätsbetrieb betrugen 149.000 Euro.<h3> Nach Zerzers Wechsel wurde Sonderauftrag erneut ausgeschrieben</h3>Nach seinem Abgang vom Sanitätsbetrieb wurde Zerzer mit einem komplexen Sonderauftrag zur Digitalisierung in der Abteilung Personal betraut. Die Gesamtkosten vom 1. September 2024 bis 4. August 2025 beliefen sich laut Personallandesrätin Magdalena Amhof auf 120.409 Euro, davon 90.958 Euro an Bezügen und 29.451 Euro zu Lasten des Arbeitgebers. <BR /><BR />Unter den Projekten, die Zerzer angestoßen hat, befinden sich laut Amhof u.a. die zentrale Datenbank zur Verwaltung der Führungskräfte aller beteiligten Organisationen, die digitale Abwicklung der Erklärung der Führungskräfte zu Transparenz, Korruption, Verwaltung der Curricula sowie das digitale Elternzeit-Management für alle öffentlichen Einrichtungen mit Integration in myCivis.<BR /><BR />Nach Zerzers Wechsel zur Raumordnung wurde der Sonderauftrag laut Landesrätin Amhof bereits erneut ausgeschrieben.