Donnerstag, 01. April 2021

Archäologiemuseum: Kriterien für Standortfindung definiert

Die Kriterien zur Bewertung möglicher Standorte des Archäologiemuseums stehen. Nun kann die Bewertung erfolgen, mit der Mitte April die vom Land in Auftrag gegebenen Studie abgeschlossen wird.

Die Kriterien zur Standortbestimmung für das neue Archäologiemuseum sind definiert.
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Die Kriterien zur Standortbestimmung für das neue Archäologiemuseum sind definiert. - Foto: © lpa
Angesichts der Raumnot des Südtiroler Archäologiemuseums hat das Land Südtirol eine breite Suche nach dem bestmöglichen Museumsstandort eingeleitet. Dabei galt es sowohl museale und museumstechnische Aspekte, aber auch die Entwicklungen der Stadt und des Landes, die Auswirkungen und Lenkung von Besucherströmen unter den Gesichtspunkten von Machbarkeit und Qualität unter die Lupe zu nehmen. Der Auftrag erging an einen zeitweiligen Unternehmenszusammenschluss der Firma Sinloc und dem Architekturbüro Weber+Winterle. Die dreiphasigen Arbeiten wurden im September vergangenen Jahres aufgenommen und werden in Kürze mit der Präsentation abgeschlossen.

In der ersten Phase wurden die aktuelle Situation und die Bedürfnisse des Museums erhoben, ebenso die bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Planungsvorschläge, die Tourismusentwicklung und die Planungskonzepte der Landeshauptstadt. Dabei wurden in Zusammenarbeit mit Land und Gemeinde Bozen unter einer größeren Anzahl von Möglichkeiten mehrere Standorte von potenziellem Interesse in eine engere Auswahl genommen. In der zweiten Phase wurden die Bewertungskriterien definiert. Dies erfolgte auf der Grundlage einer Analyse analoger Fallstudien nationaler und internationaler Museen und im Dialog mit über 30 Vertretenden von Interessensgruppen, wobei sowohl die Bürgerschaft, die Kreativszene, die Welt der Wissenschaft und Forschung, die Wirtschaftssektoren Handel, Gastgewerbe und Tourismus angehört wurden. Per Fragebogen wurden zudem 6000 Museumsbesuchende befragt, von denen sich 1279 an der Befragung beteiligten.

Die nun ausgearbeitet vorliegenden Bewertungskriterien berücksichtigen neben der Standortfrage die Erreichbarkeit, den städtebaulichen Wert, die architektonische Beschaffenheit, die Größe, verfahrenstechnische Aspekte und den Zeitrahmen. Die objektive Analyse und der Vergleich der identifizierten Standorte sowie deren Bewertung folgen nun in der dritten Projektphase. Offiziell präsentieren werden Sinloc und Weber+Winterle Architekten die Ergebnisse der vom Land in Auftrag gegebenen Standortanalyse noch im April.


lpa