Montag, 07. September 2015

Argentinier soll Frau und Sohn jahrelang in Käfig gehalten haben

Ein Mann soll in Argentinien seine Frau und seinen erwachsenen Sohn jahrelang in einem Käfig gehalten haben.

Foto: © LaPresse

Wie die Zeitung „La Capital“ am Sonntag berichtete, wurde der 66-jährige ehemalige Bauarbeiter in Mar del Plata, 400 Kilometer südlich von Buenos Aires, nach einer Anzeige von Angehörigen verhaftet.

Bei einer Hausdurchsuchung hatte die Polizei entdeckt, dass der 32-jährige Sohn und die 61-jährige Frau des Mannes in einem vergitterten Raum im Hinterhof ihrer Wohnung lebten.

Die Frau und ihr Sohn wurden anscheinend von dem Mann mit Matetee und Hundefutter ernährt. Beide Opfer leiden nach Medienberichten an psychischen Störungen.

Im Erdboden des Käfigs verscharrt fand die Polizei Fäkalien. Nach Angaben der Angehörigen wurde der Sohn von seinem Vater gezwungen, Benzindampf einzuatmen, um am Abend einzuschlafen.

Die Anzeige wurde von zwei weiteren erwachsenen Kindern des Mannes erstattet, nachdem er seine Enkelkinder bedroht habe. Bis dahin hätten sie den Zustand verschwiegen, weil sie nach eigenen Angaben von dem gewalttätigen Vater eingeschüchtert worden seien.

Der Angeklagte verweigerte zunächst die Aussage zu dem Fall. Dem Mann könnte wegen Sklaverei eine lebenslange Freiheitsstrafe drohen.

dpa

stol