Senioren müssen nicht ins Krankenhaus zur Arztvisite, sondern werden im Seniorenwohnheim und somit in ihrer vertrauten Umgebung direkt vom Arzt aufgesucht. <BR /><BR />Genau diesen wertvollen Dienst leistet seit nunmehr 3 Jahren die Initiative „Fachärztliche Visiten in den Seniorenheimen“, die von ehrenamtlich tätigen Ärzten des Italienischen Roten Kreuzes (IRK), Landeskomitee Autonome Provinz Bozen, durchgeführt wird. 32 Seniorenwohnheime aus mehreren Landesteilen sind am Projekt beteiligt, mittlerweile nehmen sich 7 Ärzte und Ärztinnen aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Dermatologie, Gastroenterologie oder Palliativmedizin die Zeit für die Heimbesuche. Allein im Jahr 2024 wurden auf diese Weise 1270 Facharztvisiten getätigt. <h3> „Projekt mit Vorbildcharakter“</h3>„Es ist ein Projekt mit Vorbildcharakter, das über den medizinischen Aspekt hinausreicht, denn die Zuwendung und Lebensfreude der freiwilligen Ärzte bringen Lichtblicke in den Alltag der Senioren“, unterstrich Martina Ladurner, Präsidentin des Verbandes der Seniorenwohnheime (VdS), im Zuge der Preisverleihung in der Sparkasse Academy in Bozen. Darüber hinaus werden die Pflegekräfte vor Ort unterstützt. <BR /><BR />Den Preis nahmen IRK-Landeskomiteepräsident Manuel Pallua und Projektkoordinator Dr. Franco Perino mit sichtlicher Genugtuung entgegen. Dr. Perino hat die Initiative im September 2021 ins Leben gerufen und damit offene Türen eingerannt.<h3> Wohlergehen und Lebensqualität von Seniorenheimbewohnern im Fokus</h3>Mit dem 5000 Euro dotierten Schaly Pichler Seniorenpreis werden nun jedes Jahr vorbildliche Projekte gewürdigt, die sich im besonderen Maße ehrenamtlich für das Wohlergehen und die Lebensqualität der Bewohner von Seniorenheimen in Südtirol hervortun. Gestiftet wird der Preis vom Sozialverein „Licht für Senioren“, der seit seiner Gründung im Jahre 2008 ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. <BR /><BR />„Mit möglichst unkomplizierter Hilfe möchten wir das Erbe und die Visionen Schalys lebendig halten“, sagte Vereinsvorsitzende Ingrid Hofer, die das Vermächtnis ihres vor 3 Jahren verstorbenen Mannes Karl „Schaly“ Pichler somit weiterführt. Gebührende Dankesworte gab es zudem von Oswald Mair und Benjamin Egger, respektive Direktor und Vizedirektor im VdS, Ausschussmitglied Ulrich Seitz und Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.<h3> 3 Fragen an Dr. Franco Perino</h3><b>Herr Perino, was bedeutet Ihnen dieser Preis?</b><BR />Dr. Franco Perino: Für mich war das eine große Überraschung, das hätte ich nie erwartet. Für uns ist das eine große Anerkennung und Bestätigung unserer Einsätze.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1104888_image" /></div> <BR /><BR />es auf einem so unkomplizierten Weg funktioniert. <BR /><BR /><b>Andererseits: Was geben Ihnen diese Einsätze zurück?</b><BR />Dr. Perino: Wenn wir die Hausbesuche machen, fragen uns die Leute oft: Warum machst du das? Du bist in Pension und könntest eine Privatpraxis eröffnen. Aber nein, das soll es nicht sein. Es ist diese Tätigkeit, die wir machen möchten, die uns Sinn und Freude bereitet. Wir sind Ärzte und bleiben ein Leben lang Ärzte. Das ist unsere Berufung.