Die Steuer laste, ebenso wie der regionale Irpef-Zuschlag, vor allem auf den Einkommen der lohnabhängigen Arbeitnehmer und der Rentner, so der Vorsitzende des ASGB, Tony Tschenett. Die Gemeindezusatzsteuer wird laut ASGB derzeit von den Gemeinden Auer, Bozen, Branzoll, Brixen, Eppan, Gsies, Leifers, Meran, Montan, Salurn, Sarntal, Terlan, Tramin, Villanders und Vintl kassiert. „Besonders jene Gemeinden, in denen anlässlich der Gemeinderatswahlen im Mai 2010 zahlreiche Arbeitnehmervertreter der politischen Parteien in die Gemeindestuben gewählt wurden, stehen jetzt in der Pflicht, mit der Abschaffung der Gemeindezusatzsteuer für eine Entlastung der lohnabhängig Beschäftigten und der Rentner zu sorgen, da sie die Folgen der anhaltenden Krise am meisten zu spüren bekommen“, fordert Tschenett. Ebenso notwendig sei eine Vereinheitlichung der Gemeindetarife für Müll, Strom, Wasser, Kindergarten, usw. Die derzeitigen unterschiedlich hohen Belastungen der Familien durch überhöhte Tarife seien mit nichts zu rechtfertigen. "Wenn bestimmte Gemeinden für dieselben Leistungen mit geringeren Tarifen zurechtkommen, stellt sich die Frage, warum vergleichbare Gemeinden die ungerechtfertigt hohen Tarife beibehalten“, so Tschenett.