Dienstag, 24. November 2020

ASGB fordert zeitnahe Schulöffnungen auch in den Mittel- und Oberschulen

Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB) Tony Tschenett fordert eine zeitnahe Öffnung der Mittel- und Oberschulen: „Nur durch Präsenzunterricht kann dieselbe Betreuung aller Schüler gewährleistet werden.“

Auch Oberschulen und Mittelschulen müssen bald wieder in den Präsenzunterricht wechseln, ist ASGB-Chef Tony Tschenett überzeugt.
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Auch Oberschulen und Mittelschulen müssen bald wieder in den Präsenzunterricht wechseln, ist ASGB-Chef Tony Tschenett überzeugt. - Foto: © shutterstock
Zwar erkenne er die Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen und Grundschulen als wichtigen ersten Schritt zur Rückkehr in die Normalität an. Doch auch Mittel- und Oberschulen müssten diesen schnellstmöglich folgen.

„Schwache Schüler oder solche aus sozial zerrütteten Verhältnissen, die kein Elternteil haben, das sich darum kümmert, ob die Aufgaben ordentlich und gewissenhaft erledigt werden, riskieren, weiter den Anschluss zu verlieren. Schüler aus bescheideneren finanziellen Verhältnissen haben teilweise nicht ausreichend digitale Hilfsmittel, um mit den Mitschülern Schritt zu halten. Diese Umstände dürfen wir in dieser Diskussion nicht vergessen. Um Gleichheit zu schaffen braucht es den Präsenzunterricht. Die Schüler dürfen nicht die Opfer des Lockdowns sein“, so Tschenett.



Der ASGB-Chef gibt auch zu bedenken, dass die Warnungen der psychologischen Einrichtungen, wonach der soziale Kontakt vor allem für Kinder und Jugendliche ein wesentlicher Bestandteil für die psychische Gesundheit sei, ernst zu nehmen ist: „Junge Menschen brauchen den regelmäßigen Kontakt und direkten Austausch mit Gleichaltrigen, der niemals durch Videokonferenzen und Telefonate ersetzt werden kann. Setzen wir die psychische Gesundheit unserer Kinder nicht aufs Spiel!“

Natürlich sei klar, dass Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Gefahr möglicher Ansteckungen mit Covid-19 zu reduzieren: „In diesem Zusammenhang erinnere ich an unsere Forderung, stillstehende Busse von Reiseunternehmen und Mietwagen für den öffentlichen Nahverkehr zu aktivieren, um eine höhere Frequenz und damit geringere Menschenansammlungen in den Linienbussen und dem Schülertransport zu erzielen. Wenn man nach Lösungen sucht, findet man auch welche. Ich sage es nochmal in aller Deutlichkeit: Die Kinder und Jugendlichen dürfen nicht die Leidtragenden dieser Krise sein!“, schließt Tschenett.


stol

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