Freitag, 07. August 2015

ASGB: Schael fällt mit unqualifizierten Aussagen auf

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) warnt vor dem blinden Einsparungswahn des Generaldirektors des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Thomas Schael, der ganz klar zu Lasten der Patienten geht. Schael würde außerdem zum wiederholten Mal mit unqualifizierten Aussagen auffallen, so der ASGB.

Thomas Schael
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Thomas Schael

„Schaels Sparpolitik im Gesundheitswesen zielt einzig und allein auf betriebswirtschaftliche Aspekte ab. Die mit Bedauern von Schael hervorgebrachte Äußerung, dass im Zusammenhang mit der onkologischen Betreuung und der neuen Hepatitis-C-Therapie eine Kostensteigerung einhergegangen ist, wird vom ASGB mit Besorgnis wahrgenommen“, erklärt ASGB-Chef Tony Tschenett.

"Fakt ist, dass der medizinische Fortschritt kostet, aber wenn dieser Fortschritt der Rekonvaleszenz oder dem Wohlbefinden des Patienten förderlich ist, dann sind höhere Kosten absolut gerechtfertigt. Wir dürfen niemals vergessen, dass es der Bürger – und damit der Patient ist, der das Gesundheitswesen finanziert."

„Dem Fass den Boden ausgeschlagen, hat aber der Vorschlag Schaels, älteren Patienten mit geringerer Lebenserwartung billigere Knieprothesen als jüngeren Patienten einzusetzen. Damit begibt sich Schael auf ein Terrain, das höchst diskriminierend ist und zwischen Menschen erster und zweiter Klasse unterscheidet. Dabei sei dies nicht das erste Mal, dass Schael mit unqualifizierten Aussagen auffalle“, so der Vorsitzende des ASGB.

„Bevor Schael den Sparstift zu Lasten des Personals und der Patienten ansetzt, soll er bei sich anfangen. Es wäre ein Zeichen des guten Willens, wenn er sein Gehalt von 240.000 Euro dem des Generaldirektors der Autonomen Provinz Trient von 190.000 Euro anpassen würde. Wir müssen uns von der Obsession befreien, dass immer und überall eingespart werden muss, wenn diese Entscheidungen ganz klar zu Lasten der Schwächsten gehen“, schließt Tschenett.

stol

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