Freitag, 17. März 2017

ASGB zu Sanitätsbetrieb: Schlimmer geht’s nimmer

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) bezeichnet die Zustände im Südtiroler Sanitätswesen als äußerst prekär und fühlt sich durch die jüngst dokumentierten Patientenklagen in seinen Aussagen bestätigt.

Gewerkschaftschef Tony Tschenett geht mit Generaldirektor Thomas Schael hart ins Gericht.
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Gewerkschaftschef Tony Tschenett geht mit Generaldirektor Thomas Schael hart ins Gericht.

„Im Sanitätswesen ist das worst case Szenario eingetreten: Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Heilung des Patienten, der Patient wird vielmehr als Wirtschafts- und Kostenfaktor betrachtet“, meint ASGB-Chef Tony Tschenett. „Generaldirektor Thomas Schael selbst bezeichnet den Sanitätsbetrieb als einen Konzern. Mit dieser Aussage entlarvt er sich selbst.“

Tschenett vermutet, dass der Kapitalmaximierung alles andere untergeordnet werden solle – dabei solle doch das Wohl der Patienten und die Arbeitsbedingungen für das Personal an erster Stelle stehen, kritisiert er. „Wenn nun laufend Patientenklagen eingehen, kann man das nicht ignorieren. Das Sanitätsressort ist aufgerufen diesem Missstand, der sich übrigens schon lange angedeutet hat, endlich angemessen zu begegnen und ein Machtwort zu sprechen.“

„Tatsache ist, dass es eine grundlegende, durchdachte Sanitätsreform braucht. Der Patient muss endlich wieder im Mittelpunkt stehen und die Mitarbeiter entlastet werden“, schließt Tschenett.

stol