Die Vorgehensweise sei stets dieselbe und nicht nur in Wahlkampfzeiten in diesem Lande sattsam bekannt: Zuerst posaune man Forderungen in die Welt hinaus, in den Medien werde darüber diskutiert und in einigen Köpfen schon fleißig „gerechnet“ und Arbeitszeiten verschoben. „Scheinbar wiederum eine Neuerung - innovativ, flexibel, ein Gebot der Stunde: und das Schönste - ohne Verlierer“, so der ASM. Interessant sei, dass pädagogisch- didaktische Überlegungen auch dieses Mal kaum eine Rolle spielten. „Wo käme man denn auch hin, wollte man die Fachleute, also die Lehrerschaft, fragen oder zumindest anhören, oder deren Vertreter ernsthaft in den Denkprozess miteinbeziehen? Diese Lehrer sind eh nur auf ihre Ferien bedacht, Bremser im Reformprozess“, schreibt Maria Aloisia Muther vom ASM-Vorstand in einer Aussendung.Doch wenn diese Vorgehensweise Schule mache – und vieles spreche dafür - „wird so mancher Kategorie, die sich im Moment noch sicher wähnt, das Lachen vergehen. Heute trifft es die Lehrer, und morgen? Von Sozialpartnerschaft und vertragsrechtlichen Verhandlungen werden dann alle Arbeitnehmer nur mehr träumen“, so Muther abschließend.