<BR />Die „Landestafel – Banco Alimentare“ ist zentrale Anlaufstelle für jene, die der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken, indem sie nahe dem Verfall Stehendes an Bedürftige weitergeben. Mit Kühltransportern klappern Freiwillige die Unternehmen ab, die überschüssige Lebensmittel spenden. Von einem Lager in Bozen aus werden diese dann kostenlos an karitative Einrichtungen von Vinzenzgemeinschaft bis Caritas und viele Tafeln im Land abgegeben. <BR /><BR />„Eine besonders gute Zusammenarbeit haben wir seit Jahrzehnten mit Aspiag“, sagt Giovanni Vultaggio, Geschäftsführer der Landestafel Trentino-Südtirol. <h3> Lebensmittelspenden eingestellt</h3> Umso mehr fiel man aus allen Wolken, als letzte Woche ein Schreiben der Aspiag-Direktion Nordostitalien aus Padua auf den Tisch flatterte. „Uns wurde mitgeteilt, dass Aspiag die Lebensmittelspenden ab 3. November einstellt“, so Vultaggio. <BR /><BR />Vorerst sei es laut Schreiben eine zeitbegrenzte Maßnahme bis Ende des Jahres. Als Grund wird angegeben, dass in dieser Zeit nahe dem Verfall stehende Lebensmittel zu sehr günstigen Preisen an Kunden verkauft werden. Getestet wird, ob dies bei den Kunden ankommt.<h3> Bei der Landestafel schrillen die Alarmglocken</h3>Die Sorge, ob Aspiag weiter zu den Gönnern zählt, falls der Test bei den Kunden zum Erfolg wird, ist groß. „Wir sammeln in der Region rund 900 Tonnen Lebensmittel von verschiedensten Unterstützern. Rund ein Drittel kommt aber von Aspiag“, so Vultaggio.<BR /><BR />Man habe sich an Aspiag gewandt und hoffe, die gute Zusammenarbeit fortführen zu können. „Die Leute denken, unsere Abnehmer sind Obdachlose oder Migranten, doch es kommen auch viele Bedürftige aus dem eigenen Land“, sagt Vultaggio. Am 15. November findet der jährliche Sammeltag in vielen Läden statt – auch jenen der Despar-Gruppe. Hoffentlich ein gutes Zeichen für die Zukunft, meint Vultaggio.