Freitag, 28. Mai 2021

Astronautin Cristoforetti soll Kommandantin auf der ISS werden

Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti, die einen Teil ihrer Schulzeit in Bozen verbracht hat, soll während ihrer Zeit auf der Raumstation ISS den Posten der Kommandantin übernehmen. Damit wäre sie die erste europäische Frau, die diese Rolle auf der ISS innehat, teilte die europäische Raumfahrtbehörde Esa am Freitag mit.

Samantha Cristoforetti wird die erste europäische Frau sein, die die Rolle als Kommandantin auf der ISS innehat.
Samantha Cristoforetti wird die erste europäische Frau sein, die die Rolle als Kommandantin auf der ISS innehat. - Foto: © APA/epa / BILL INGALLS/NASA/HANDOUT
Als Mitglied der „Crew-4“ soll Cristoforetti im Jahr 2022 an Bord eines SpaceX-„Crew-Dragon“-Raumschiffs vom US-Bundesstaat Florida aus in Richtung ISS starten. Für die 44-Jährige ist es der zweite Aufenthalt auf der Raumstation.

„Als Vertreterin Europas erneut zur Internationalen Raumstation fliegen zu dürfen, ist an sich schon eine große Ehre“, zitierte die Esa Cristoforetti in einer Mitteilung. „Zusätzlich zur Kommandantin ernannt zu werden, erfüllt mich mit Demut.“ Die in Mailand geborene Astronautin war im November 2014 ins All gestartet.




Damals lebte und arbeitete sie für knapp 200 Tage im Weltraum und führte zahlreiche wissenschaftliche Experimente an Bord der ISS durch. Cristoforetti hat unter anderem in München studiert und ist ausgebildete Kampfpilotin. Sie spricht zahlreiche Sprachen – darunter fließend Deutsch. Die Esa sucht gerade neue Astronautinnen und Astronauten.

Kommandanten auf der Raumstation müssen unter anderem dafür sorgen, dass die Crew zusammenhält und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen auf der Erde gut klappt. Auch der französische Astronaut Thomas Pesquet, der aktuell für die Esa auf der ISS ist, soll während seiner Mission zeitweise die Rolle des Kommandanten übernehmen.

dpa/stol