Freitag, 25. Oktober 2019

Athen bringt immer mehr Migranten von Inseln aufs Festland

Die griechische Regierung hat am Freitag weitere 75 Migranten auf das Festland verlegt, um die überfüllten Flüchtlingslager auf den Inseln im Osten der Ägäis zu entlasten.

Ein Flüchtlingscamp in Ritsona, 80 Kilometer nördlich von Athen.
Ein Flüchtlingscamp in Ritsona, 80 Kilometer nördlich von Athen. - Foto: © APA/afp / LOUISA GOULIAMAKI

Wie die Behörden weiter mitteilten, sind seit Montag insgesamt 1088 Menschen an Bord von Fähren zum Festland gebracht worden.

Sie seien auf verschiedene Lager im ganzen Land verteilt worden, berichtete das Staatsfernsehen (ERT).

Nach Regierungsangaben sollen bis zum Jahresende 20.000 Migranten von den Inseln zum Festland übersiedeln. In Nordgriechenland hatten Einwohner am Mittwoch einen Bus mit Migranten, die im Dorf Vrasna untergebracht werden sollten, mit Steinen beworfen. Die Migranten wurden schließlich am Donnerstag in Mittelgriechenland untergebracht, wie das Staatsfernsehen weiter berichtete.

Im April war die Zahl der auf den Inseln lebenden Migranten auf 14.000 zurückgegangen. Seitdem sind hat der Zustrom in das EU-Land Griechenland wieder zugenommen. Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos harren zurzeit knapp 34.000 Migranten aus. Das ist die höchste Zahl seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016.

apa/dpa