Sonntag, 01. November 2020

Auch Bozen zählt nun zu den Gemeinden unter besonderer Beobachtung

Zum zweiten Mal in Folge hat der Sanitätsbetrieb am Sonntag mehr als 500 nachgewiesene Neuansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Während die Gesamtsituation allgemein als sehr kritisch eingestuft wird, sind einzelne Gemeinden besonders stark von der Pandemie betroffen und müssen gesondert betrachtet werden. Dazu zählen seit Sonntag auch Felthurns, Bruneck und die Landeshauptstadt Bozen.

Auch die Landeshauptstadt Bozen wird jetzt als besonders kritisch eingestuft.
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Auch die Landeshauptstadt Bozen wird jetzt als besonders kritisch eingestuft.
Auch am Sonntag hat sich die Arbeitsgruppe „Monitoring Covid-19“ des Südtiroler Sanitätsbetriebes getroffen, um eine Gesamtbewertung des epidemiologischen Verlaufs vorzunehmen. Aufgabe dieser Monitoring-Gruppe ist es, täglich auf der Grundlage mehrerer Indikatoren das Infektionsgeschehen auch auf Gemeindeebene zu bewerten.

Mit Stand Sonntag sind deshalb zu den ausgewiesenen Gemeinden, für die bereits verschärfte Maßnahmen gelten, weitere dazugekommen. So verzeichnen Feldthurns, die Landeshauptstadt Bozen und Bruneck in den vergangenen 14 Tagen eine hohe bzw. zu hohe Anzahl an Neuinfektionen bezogen auf die Einwohnerzahl.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb unterzieht täglich jene Gemeinden einer genaueren Bewertung, die einen Tageswert von Neuinfektionen von 3 auf 1000 Einwohner und/oder einen 14-Tageswert von 10 auf 1000 Einwohner überschreiten. Die Analyse des Infektionsgeschehens beruht in weiterer Folge auf der Bewertung der Anzahl der Infektionsherde, der Anzahl der symptomatischen, positiv getesteten Personen, der Anzahl der Krankenhaus-Aufnahmen mit entsprechendem Schweregrad und der Anzahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden.

Die Vorschläge für Maßnahmen an die Südtiroler Landesregierung beruhen demnach nicht auf einem einzigen Indikator, sondern auf einer Gesamtbewertung von mehreren Indikatoren.

lpa

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