Mittwoch, 02. September 2020

Maßnahmen: Auch in Italien formiert sich Widerstand

Nach der Großkundgebung am Wochenende in Berlin entsteht auch in Italien eine Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen. Am kommenden Samstag ist auf der „Piazza del Popolo“ in Rom eine Kundgebung gegen die Corona-Auflagen geplant.

Maske auf oder nicht? Auch in Italien formiert sich der Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen.
Maske auf oder nicht? Auch in Italien formiert sich der Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen. - Foto: © shutterstock
Die Initiatoren positionieren sich eindeutig als Impfgegner.

Andere kritisieren die Pläne der Regierung zum Ausbau des superschnellen 5G-Mobilfunknetzes. Sie behaupten, die Verbreitung des Coronavirus hänge mit den 5G-Mobilfunkantennen zusammen.

An der Veranstaltung wird sich auch die Anführerin der „No Vax“-Bewegung, die venezianische Abgeordnete Sara Cunial, beteiligen, die mit ihren kritischen Positionen in Sachen Corona-Maßnahmen bereits in den vergangenen Monaten im Parlament für Eklat gesorgt hatte.

Die Organisatoren der Veranstaltung kritisieren die Regierung wegen des Beschlusses, den Coronavirus-Notstand bis zum 15. Oktober zu verlängern. Damit rüttle die Regierung an den demokratischen Prinzipien, da die Funktion des Parlaments deutlich beeinträchtigt werde.

Noch offen ist, ob sich an der Demonstration auch der Kunstexperte und Parlamentarier Vittorio Sgarbi beteiligt. In der Gemeinde Sutri nahe Rom, in der er Bürgermeister ist, führte Sgarbi ein Verbot ein, Nasen- und Mundschutz zu tragen.

Die Kritiker der Coronavirus-Maßnahmen können indirekt mit der Unterstützung des Lega-Chefs Matteo Salvini rechnen. „Der Staat soll die Italiener atmen lassen“, sagte Salvini in Anspielung auf den Mundschutz, gegen den er eine klare Aversion zeigt.

Inzwischen ist die Zahl der Ansteckungen am Dienstag weiterhin unter der 1000er-Marke geblieben. 978 Personen steckten sich in 24 Stunden an. Italienweit gab es 8 Todesopfer.

apa