In Trient sind am Dienstag Jugendliche für ihre Anliegen auf die Straße gegangen. Während die offizielle Kundgebung am Tambosi-Institut absolut friedlich verlief, kam es am Rande der Proteste zu Ausschreitungen einer gewaltsamen Minderheit. Bürgermeister Franco Ianeselli verurteilte die Krawalle scharf und fordert rechtliche Konsequenzen für die Täter.<BR /><BR />Die Kundgebung der Schülerschaft hatte einen friedlichen Kern, wie die örtliche Tageszeitung „L'Adige“ schreibt. Die Jugendlichen organisierten sich am Tambosi-Institut, um Gehör bei den Institutionen zu finden. Im Zentrum ihrer Forderungen stand die Organisation von Klassenfahrten und außerschulischen Aktivitäten.<h3> Eskalation an der Piazza Venezia: Schüler greifen selbst ein</h3>Im Laufe des Vormittags spaltete sich die Situation jedoch: Eine Gruppe gewaltbereiter Jugendlicher entfernte sich von der eigentlichen Kundgebung und zog randalierend in Richtung Piazza Venezia. Dort kam es zu chaotischen Szenen, Vandalenakten und dem Brand einer Mülltonne.<BR /><BR />Besonders bemerkenswert: Andere Schüler reagierten sofort und griffen selbst ein, um die Gemüter zu beruhigen und sich aktiv von den Aggressionen zu distanzieren. Dennoch mussten Staatspolizei, Carabinieri und Ortspolizei einschreiten, um die Ausschreitungen einzudämmen. Bürgermeister Ianeselli bedankte sich ausdrücklich bei Quästor Francesco Zerilli für das besonnene Krisenmanagement.<h3> Appell für den morgigen Protestzug</h3>In einer Stellungnahme verurteilte Ianeselli das Umwerfen von Containern sowie das Beschmieren von Mauern und Schaufenstern aufs Schärfste. „Die legitimen Proteste der Studenten dürfen nicht durch die unbedachten Handlungen einer Minderheit ruiniert werden“, betonte er. Wer Schäden anrichte, müsse zur Rechenschaft gezogen werden.<BR /><BR />Mit Blick auf einen für morgen angekündigten weiteren Protestzug richtete der Bürgermeister einen dringenden Appell an die Organisatoren. Sie müssten gewaltbereite Störer konsequent isolieren – „für das Wohl ihrer eigenen Sache und der gesamten Stadt“, damit die eigentlichen Inhalte nicht durch die Gewalt untergehen.