Nach Liberia hat auch Sierra Leone die schwere Ebola-Epidemie in der Region zum Gesundheitsnotfall erklärt. Präsident Ernest Bai Koroma will durch den Schritt offenbar versuchen, die Seuche mit einem verschärften Maßnahmenpaket in den Griff zu bekommen.So sollen ganze Gebiete im Osten des Landes unter Quarantäne gestellt werden. Die Sicherheitskräfte seien angewiesen worden, für die Durchführung der Anordnung zu sorgen, berichtete der britische Sender BBC am Donnerstag.Das Nachbarland Liberia hatte die Epidemie bereits am vergangenen Wochenende zum nationalen Notfall erklärt. Kurze Zeit später wurden alle Grenzen geschlossen.Ausnahmen sind lediglich zwei Flughäfen und drei andere Grenzpunkte, an denen aber Zentren eingerichtet wurden, um Ein- und Ausreisende auf eine mögliche Erkrankung zu prüfen. Am Mittwoch hatte Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf zudem die Schließung aller Schulen des Landes angeordnet.dpa