Samstag, 22. August 2015

Auch Stacheldraht kann sie nicht aufhalten - Bildergalerie

So erbittert tobt der Kampf an der Grenze: Hunderte Flüchtlinge sind am Samstag trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen nach Mazedonien vorgedrungen. Sie durchbrachen am Nachmittag die mit Stacheldraht gesicherten Grenzabsperrungen und stürmten auf mazedonisches Staatsgebiet.

Nur raus aus Griechenland wollen die Flüchtlinge und stürmen nach Mazedonien.
Nur raus aus Griechenland wollen die Flüchtlinge und stürmen nach Mazedonien.

Die Polizei setzte am Samstagnachmittag Blendgranaten ein, um die Flüchtlinge zurückzudrängen. Trotzdem gelang es Hunderten mehrheitlich aus Syrien stammenden Flüchtlingen, die Grenzanlagen zu überrennen.

Eine Bildergalerie (siehe hier) veranschaulicht die prekäre Lage im Grenzgebiet, den Kampf der Menschen, die erst nach Mazedonien und von dort weiter nach Norden wollen.

Nachdem Mazedonien am Donnerstag seine Grenze zu Griechenland weitgehend abgeriegelt hatte (STOL hat berichtet), verbrachten die Nacht zum Samstag etwa 2.000 Flüchtlinge im Grenzgebiet zwischen Mazedonien und Griechenland im Regen, viele von ihnen unter freiem Himmel.

Flüchtlinge riefen: „Helft uns!“ Kinder weinten. 

In der Nacht verstärkte die Polizei den Stacheldraht an der Grenze. Zudem wurden Soldaten entsandt, um den Grenzabschnitt abzusichern, wie das mazedonische Militär mitteilte.

dpa

stol