Er verbringt gerade einige Ferientage bei seinem Großvater, der im Haus neben jenem wohnt, aus dem in der Nacht auf Sonntag stundenlang geschossen wurde.<BR /><BR />Der Jugendliche war am Samstag Abend im Dorf unterwegs gewesen und hatte sich gegen Mitternacht auf den Weg nach Hause zu seinem Großvater in die St.-Korbinian-Straße gemacht. „Am Beginn der Straße bin ich von einem Feuerwehrmann aufgehalten worden. Ich sollte mal warten, weil es irgendwie gefährlich wäre, aber man hat mir nicht sagen können, was passiert ist“, erzählte er gestern Nachmittag, als er sich auf dem Weg zu seinem Großvater machte. Die großräumige Absperrung war soeben von den Sicherheitskräften aufgehoben worden. <BR /><BR /> <video-jw video-id="vVB2vGYr"></video-jw> <BR /><BR />Ungefähr eine Viertelstunde später sei man erneut auf ihn zugekommen und hätte gefragt, ob er sich eine andere Übernachtungsmöglichkeit suchen könne, es gebe eine Schießerei in der Straße. „Das hat mich schon gewundert, weil ich keinen Schuss und sonst auch nichts gehört habe“, erzählt er. Er habe sich dann wieder zurück ins Dorfzentrum gemacht, wo eine Großmutter von ihm wohne. „Auf dem Rückweg habe ich dann die Schüsse gehört, es waren bestimmt 10 Stück hintereinander“, erzählt er. Auf dem gesamten Weg hätten ihn dann die Schüsse, die in der Nacht weitum zu hören waren, begleitet. Etwas mulmig sei ihm schon zumute gewesen, sagt er. Und ja, ein bisschen habe er es auch mit der Angst zu tun bekommen. Er habe sich dann bei seiner Großmutter aber schlafen gelegt. <BR /><BR />Am Vormittag war die St.-Korbinian-Straße noch großräumig abgesperrt, weshalb sich der Jugendliche erst am Nachmittag auf zu seinem Großvater machen konnte. Dem gehe es so weit gut, aber freilich stehe die gesamte Nachbarschaft noch unter dem Eindruck des Geschehenen. Die Familie im Nachbarhaus habe er aber nicht gekannt, sagt der junge Mann.