<b>Von Hildegard Kröss<BR /><BR /></b>Erstmals geöffnet war ihr Würstlstand am goldenen Sonntag 1987. „Es war ein eiskalter Wintertag und ich erinnere mich noch gut an meine ersten Gäste. Es waren 3 Männer aus Reinswald, die bei mir eine Bratwurst gegessen haben“, erinnert sich Luise. Seitdem ist sie Sommer wie Winter auf dem Parkplatz anzutreffen. <BR /><BR />Im Lauf der Jahre hat sich das Würstlstandl zu einem richtigen Treffpunkt entwickelt. Viele kehren an einem Skitag oder nach einer Wanderung bei Luise ein, um eine Kleinigkeit zu essen. Oft wird dann noch gesungen oder jemand spielt mit einer Ziehharmonika. „Teilweise geht es richtig lustig zu und das gefällt den Leuten“, sagt Luise. Und besonders viele Familien mit Kindern kehren bei ihr ein. Zum Teil ist es die dritte Generation, die bei ihr ein Würstchen oder Pommes essen.<h3> Eine liebgewonnene Gewohnheit </h3> „Ich habe schon selbst als Kind hier Pommes gegessen, später mit meinen eigenen Kindern und jetzt komme ich mit meinen Enkelkindern vorbei“, erzählt ein Mann, der mit 2 Enkelkindern Pommes isst. Es sei eine liebgewonnene Gewohnheit und stets der krönende Abschluss eines Skitages, wenn es für die Kinder bei Luise ein Würstchen oder Pommes gibt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1004186_image" /></div> <BR /><BR />Auf der hölzernen Pinnwand neben dem Würstlstand haben sich viele Gäste verewigt. „Ob groß oder klein, die Pommes von Luise schmecken immer fein!“, schreibt Sebi und Greta schrieb: „Die besten Pommes gibt es immer noch bei der Luise!“ <h3> Immer auf dem Parkplatz</h3>Um 10 Uhr sperrt Luise ihr Standl auf und sie bleibt bis zum frühen Abend dort. Beim Mondscheinrodeln dauert es oft auch länger. Insgesamt 7-mal musste sie in all den Jahren ihren Stand verstellen – zwar immer auf dem Parkplatz an der Talstation, aber an verschiedenen Orten. „Und jetzt hoffe ich, dass ich auf diesem Platz bleiben kann“, sagt sie.<BR /><BR />Feriengäste, die ihren Urlaub schon seit vielen Jahren im Sarntal verbringen, schauen regelmäßig vorbei. „Sie wollen schauen, ob ich noch da bin“, sagt sie. Zu vielen habe sich ein freundschaftliches Verhältnis gebildet und es freue sie immer, wenn sie vorbeikommen. „Ich erzähle ihnen gerne von unseren Bräuchen und sie erzählen mir von ihrer Heimat. So findet ein richtiger Austausch statt“, sagt Luise. Auch viele bekannte Menschen haben bei ihr schon eine Wurst gegessen- im Vorjahr ließ sich Manfred Mölgg eine Currywurst bei ihr schmecken. <h3> Eine Sprache, die jeder versteht</h3>Waren es früher hauptsächlich Bundesdeutsche und Italiener, so kommen immer mehr aus anderen Ländern – heuer seien besonders viele Tschechen da. Verständigungsprobleme gibt es keine. „Wenn ich die Sprache der Gäste nicht verstehe, dann zeige ich ihnen einfach, was ich habe…Würstchen und Pommes ist eine Sprache, die jeder versteht“, sagt sie schmunzelnd.