Die Umweltorganisation Legambiente hat in Rom ihren achten Bericht über die Nutzung erneuerbarer Energieträger in italienischen Gemeinden vorgelegt. Die Arbeit des genossenschaftlich geführten E-Werks in Prad am Stilfserjoch wurde dabei als vorbildhaft ausgezeichnet. „Energie von daheim“Ausschlaggebend für diese Anerkennung: Unter dem Motto „Energie von daheim“ bemüht sich das E-Werk-Prad, die eigene Gemeinde mit autonom erzeugter Energie zu versorgen. Damit gehört Prad am Silfserjoch in Italien zu jenen Gemeinden, die ihren Bedarf an elektrischer und thermischer Energie zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern decken. Im Mittelpunkt stehen dabei erneuerbare Energieträger: Strom und Wärme werden in Prad in vier kleinen Wasserkraftwerken, einer Photovoltaikanlage und zwei mit einheimischer Biomasse befeuerten Fernwärmeheizwerken produziert. Die E-Werk-Genossenschaft ist auch Eigentümerin des kommunalen Fernwärmenetzes und der Stromleitungen. Georg Wunderer, der Obmann der E-Werk-Genossenschaft Prad und Vizepräsident des Südtiroler Energieverbands, hat den Legambiente-Preis am Dienstag entgegen genommen.