Mittwoch, 24. Juni 2020

Auf Marmolada von Lawine mitgerissen

Gleich 2 Alpinisten aus Südtirol wurden am Dienstag bei Bergunfällen im Fassatal verletzt. An der Marmolada riss eine Lawine einen Tourengeher aus Bozen rund 300 Meter mit in die Tiefe. Beinahe zeitgleich ist im Rosengartengebiet ein 76-jähriger Südtiroler abgestürzt.

Nahe der Punta Penia löste sich eine Lawine.
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Nahe der Punta Penia löste sich eine Lawine. - Foto: © shutterstock
Es wäre für diese Saison wohl die letzte Skitour gewesen, zu der ein 56-Jähriger aus Bozen am Dienstag ausgebrochen war.

Beim Aufstieg zum 3343 Meter hoch gelegenen Gipfel der Marmolada war auch alles noch glatt gegangen.

Bei der Abfahrt über die Nordflanke des Berges passierte es dann. Als der Bozner, der alleine unterwegs war, gegen 12.30 Uhr nahe der Punta Penia in den Hang einfuhr, löste sich, vermutlich aufgrund der steigenden Temperaturen, eine Lawine. Der 56-Jährige wurde von den Schneemassen mitgerissen.

Wie durch ein Wunder gelang es dem Tourengeher aber, stets an der Oberfläche der Lawine zu bleiben. Erst rund 300 Höhenmeter tiefer kamen die Schneemassen und damit auch der Tourengeher zum Stillstand.

Er selbst alarmierte über die Notrufnummer 112 die Rettungskräfte. Männer der Bergrettung wurden mit dem Hubschrauber von „Trentino Emergenze“ zum Verletzten geflogen. Nach der Erstversorgung wurde der Mann per Seilwinde an Bord gezogen und ins Krankenhaus von Cavalese geflogen. Er soll sich eine Verletzung an einem Knöchel zugezogen haben.

Beinahe zeitgleich mussten die Fassaner Bergretter ins Rosengartengebiet ausrücken. Ein 76-Jähriger aus Südtirol war auf dem Steig nahe der Paolina-Hütte ausgerutscht und Dutzende Meter in eine Rinne abgerutscht.

Dabei hatte er sich Abschürfungen und Prellungen zugezogen. Auch er wurde per Hubschrauber geborgen und nach Cavalese geflogen.

em

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