Donnerstag, 16. April 2015

Aufgepasst: Geklonte Kennzeichen im Umlauf

Ein Strafbescheid ist für jeden Fahrzeugbesitzer unerfreulich – noch mehr allerdings, wenn keine Straftat vorliegt und irgendwo ein Fahrzeug mit dem gleichen Kennzeichen, wie dem eigenen, zirkuliert. „Wenn man beweisen kann, dass es keine Gesetzesübertretung mit dem eigenen Fahrzeug gibt, ist der Rekurs der einzige Ausweg“, heißt es aus dem Mobilitätsressort. Dort wurden wieder Fälle geklonter Kennzeichnen gemeldet.

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Foto: © shutterstock

Im Kraftfahrzeugamt des Landes kennen die Mitarbeiter die Probleme von Strafmandaten in Zusammenhang mit geklonten Autokennnummern.

Einige der kuriosesten Fälle: Dem Südtiroler Besitzer eines schwarzen Mercedes wurde ein Strafmandat unter seinem Autokennzeichen zugestellt, das gleichzeitig ein weißer Fiat in Rom trägt. Ein anderer Fahrzeugbesitzer hat einen Strafbescheid für ein Vergehen mit seinem Wagen in Neapel bekommen, obwohl er nachweislich am betroffenen Tag mit seinem Fahrzeug in Südtirol war.

Am besten Rekurs einreichen

„Immer wieder wenden sich Bürger an uns, wenn sie so eine umgangssprachlich ‚verrückte Strafe‘ erhalten", erklärt Markus Kolhaupt, Vizedirektor des Kraftfahrzeugamts. „Natürlich sind solche Vorfälle für die Bürger unangenehm, als Land können wir jedoch nicht auf die Ausstellung der Strafmandate einwirken. Meistens stammen die Bescheide von außerhalb der Provinz.“

„Wer beweisen kann, dass er unrechtmäßig eine Strafe bekommen hat, sollte innerhalb von 60 Tagen einen Rekurs an den Präfekten der Provinz, in der das Mandat ausgestellt worden ist oder an das territorial zuständige Friedensgericht einreichen und die Sachverhalte auflisten, welche dem Bescheid widersprechen", rät der Vizedirektor des Kraftfahrzeugamt des Landes.

Der Rekurs kann selbst verfasst werden, oder die Betroffenen können einen Anwalt hinzuziehen. Ein Musterbeispiel für einen Rekursantrag hält auch die Verbraucherzentrale bereit. 

stol