Montag, 01. Juni 2020

Aufgepasst: So komplex ist das Reisen im Corona-Sommer

Der 3. Juni ist für die Italiener Stichtag. Ab diesem Datum will die Regierung die Grenzen öffnen und den Bürgern zumindest innerhalb des Stiefels mehr Reisefreiheit erlauben. Dies will aber nicht heißen, dass die Italiener – und damit auch die Südtiroler – im restlichen Europa ebenso willkommen sind. Je nach Staat gelten hier unterschiedliche Regeln für die Einreise.

Sonne, Strand und Meer – und einfach mal abschalten: Für die Italiener ist das in diesem von Corona bestimmten Sommer mit vielen Problemen verbunden.
Sonne, Strand und Meer – und einfach mal abschalten: Für die Italiener ist das in diesem von Corona bestimmten Sommer mit vielen Problemen verbunden. - Foto: © shutterstock
Noch sind die Kriterien für die Ein- und Ausreise zwischen den europäischen Staaten nicht eindeutlich festgelegt. Für die Grenzöffnung gelten in jedem Land also nach wie vor eigene Fristen und Konditionen. Vor allem für die Italiener ist dabei besondere Vorsicht geboten. Für Reisende aus dem europäischen Epizentrum der Corona-Pandemie gelten nämlich vielerorts besondere Vorschriften.

Betroffen sind von diesen Regelungen auch die Südtiroler. Genaue Information wird daher zur obersten Priorität: STOL hat die wichtigsten Fakten für Sie zusammengetragen. Zu beachten ist allerdings, dass sich die Vorschriften auch kurzfristige jederzeit ändern können.

Österreich: Momentan ist eine Einreise nach Österreich nur aus Arbeitsgründen und unter Einhaltung einer 14-tägigen Quarantäne erlaubt. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat jedoch angekündigt, nach dem 3. Juni nach einer Lösung für italienische Reisende zu suchen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise eine Einreiseerlaubnis bei vorgelegter Hotelbuchung.

Schweiz: Auch die Grenzen der Schweiz dürfen momentan nur aus Arbeitsgründen passiert werden. Eine Öffnung ab dem 6. Juli steht im Raum.

Deutschland: Zur Zeit dürfen Italiener nur aus Arbeitsgründen einreisen. Ab dem 15. Juni sollen die Grenzen aber für alle – ohne Einschränkungen – geöffnet werden.

Frankreich: Frankreich hat seine Grenzen nie offiziell geschlossen. Zur Einreise ist aber eine Eigenerklärung vonnöten. Ebenso muss erklärt werden, dass keine Covid-19-Symptome aufgetreten sind. Ab dem 15. Juni könnten die Bestimmungen gelockert werden.

Spanien: Die spanischen Grenzen werden voraussichtlich ab dem 1. Juli geöffnet – allerdings unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen.

Kroatien: Eine Fahrt nach Kroatien ist unter Voraussetzung der Buchung eines Aufenthalts in einem Hotel erlaubt.

Großbritannien: In Großbritannien ist eine Einreise ab dem 8. Juli erlaubt. Voraussetzung ist die Einhaltung einer 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft. Selbiges gilt für Irland, Malta und Belgien.

Polen: Eine Pflichtisolation gilt auch für Polen. Ab dem 13. Juni werden die strengen Vorschriften gelockert. Reisende aus Italien sind von diesen Lockerungen jedoch nicht betroffen.

Zypern: Zypern öffnet seine Grenzen im Juli. Ob die Einreise auch für Italiener erlaubt wird, wird jedoch von der Entwicklung der nächsten Wochen abhängig gemacht.

Griechenland: Die griechische Regierung beachtet bei der Erteilung einer Einreiseerlaubnis nicht die Nationalität der Reisenden, sondern deren Herkunftsort. So werden – wie berichtet – die Grenzen für Reisende aus 29 Ländern am 15. Juni geöffnet. Menschen, die allerdings aus einer sogenannten Roten Zone einreisen, müssen sich nach der Ankunft einem Corona-Test unterziehen. Fällt dieser negativ aus, wartet eine einwöchige Quarantäne. Bei einem positiven Ergebnis werden die Betroffenen für 14 Tage isoliert. In Italien betrifft dies Urlauber, die ihre Reise in der Lombardei, dem Piemont, der Emilia-Romagna oder in Venetien antreten.

Detaillierte Informationen zu den aktuell geltenden Bestimmungen erteilt auch das italienische Außenministerium im Netz.

stol/ansa

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