Freitag, 08. November 2019

Aufmerksamkeitsstufe bleibt aufrecht

Die Bewertungskonferenz im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat Freitagmittag nach einer Analyse der Lage beschlossen, die Aufmerksamkeitsstufe beizubehalten.

Situation im Blick (v.l.): der  Diensthabender Andreas Simmerle vom Bereitschaftsdienst des Zivilschutzes, Landeswetterdienst-Koordinator Günther Geier und Bewertungskonferenz-Vorsitzender Willigis Gallmetzer.
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Situation im Blick (v.l.): der Diensthabender Andreas Simmerle vom Bereitschaftsdienst des Zivilschutzes, Landeswetterdienst-Koordinator Günther Geier und Bewertungskonferenz-Vorsitzender Willigis Gallmetzer. - Foto: © Foto: LPA/Maja Clara

Bei einer Sitzung der Bewertungsgruppe im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz wurde Freitagmittag die Lage besprochen und beschlossen, den Zivilschutzstatus wie geplant bis Samstagmittag beizubehalten, fasst der Vorsitzende der Bewertungskonferenz und Koordinator des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer zusammen.

Am Mittwoch hatte - wie berichtet - die Bewertungskonferenz angesichts der vorausgesagten ergiebigen Niederschlagsmengen festgelegt, von Donnerstag um 19 Uhr bis Samstag um 12 Uhr landesweit die Aufmerksamkeitsstufe auszurufen.

Wie vorhergesagt

Bei Bewertungskonferenz mit Vertretern des Lawinenwarndienstes, des Bereichs Hydrographie des Hydrographischen Amtes, der Wildbachverbauung, der Landesforstabteilung, des Landesamtes für Geologie, der Berufsfeuerwehr und der Landesverkehrsmeldezentrale wurde festgestellt, dass das Niederschlagsereignis wie vorhergesagt eingetreten ist, berichtet der stellvertretende Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Günther Walcher am Freitag.

Am Freitag kam es in weiten Teilen des Landes zu Schneefällen.
Die vorausgesagten maximalen Spitzen von 70 Millilitern pro Quadratmetern wurden nicht erreicht: In den Südstaulagen fielen im Laufe der vergangenen Stunden bis zu 40 Milliliter pro Quadratmeter, für den heutigen Nachmittag werden weitere 10 bis 20 Milliliter erwartet, die Niederschläge verlagern sich Richtung Osten.

Keine Schäden durch Schneefall

Bis jetzt sind keine nennenswerten Schäden zu verzeichnen. Die Landesgeologen wurden am Mittwoch zu einem Einsatz gerufen, nachdem in Vormeswald oberhalb Bundschen in der Gemeinde Sarntal ein Steinschlag mit 40 Kubikmeter Material die Zufahrt zu sechs Höfen mit etwa 20 Personen verlegt hatte.

Laut stellvertretendem Agenturdirektor Walcher hat das Territorium also gut standgehalten, allerdings sind die Böden nun wassergesättigt und können deshalb zu einem späteren Zeitpunkt in Bewegung geraten.

Situation ruhig

Die Situation auf den Straßen ist laut Verkehrsmeldezentrale ruhig, Würzjoch und Penserjoch wurden gesperrt, die Straßen sind zum Teil schneebedeckt. Auf der Brennerautobahn ist zwischen Sterzing und dem Brenner auf Schneefahrbahnen zu achten.

Das Niederschlagsereignis, wurde bei der Bewertungskonferenz zusammenfassend festgestellt, wird voraussichtlich morgen im Laufe des Vormittags abklingen. Die Bewertungsgruppe wird die Lage morgen mittags wieder analysieren.

stol/lpa