Am Mittwoch waren auch Bergretter und Taucher im Einsatz, um Schäden zu beseitigen und den Feuerwehren zur Seite zu stehen.Die anstehenden Arbeiten wurden wieder vom Landeszivilschutz in der Bezirksleitstelle in Sterzing in Zusammenarbeit mit allen an den Aufräumarbeiten beteiligten Organisationen koordiniert. Man konnte eine weitere relativ ruhige Nacht abhaken.Pfitscherbach: Die gesamte Nacht überwachtBesonderes Augenmerk galt dabei dem Pfitscherbach bei Wiesen, der von Deichwachen die ganze Nacht über kontrolliert wurde, nachdem der Pegelstand immer noch hoch war. Grund dafür ist das Geschiebe, das der Bach aus den steilen Abschnitten nach unten transportiert und dort ablagert, wo das Gefälle geringer ist.Es ist nun die Aufgabe der Landesabteilung Wasserschutzbauten, den Bachlauf an den betroffenen Stellen auszubaggern. Rund 35.000 Kubikmeter Material sind abzutransportieren.Immer noch rund 130 Helfer im EinsatzIm ganzen Wipptal, vor allem aber in Pfitsch waren auch am Mittwoch noch rund 130 Helfer im Einsatz, um vor allem Gebäude von Schlamm und Murmaterial zu beseitigen.Hilfe kam dabei auch vom Bergrettungsdienst des AVS sowie von der Finanzwache, um den Feuerwehren zur Hand zu gehen und beschädigte Dächer abzudecken.Darüber hinaus hat die Berufsfeuerwehr Boote und Taucher entsandt, um das Sperrwerk in Pfitsch von Material und angeschwemmten Heuballen befreien zu können.Mit Hochdruck an Infrastruktur gearbeitetMit Hochdruck arbeitete man auch weiterhin daran, die gesamte Infrastruktur wiederherzustellen.In Pfitsch etwa galt es, die geborstenen Trink- und Abwasserleitungen zu reparieren. In der Zwischenzeit wird die Bevölkerung über andere Leitungen versorgt.Für notwendige Behelfsbrücken an verschiedenen Hofzufahrten sorgte wiederum die Landesabteilung Wasserschutzbauten.Die Bahnstrecke bis Gossensaß ist mittlerweile soweit wiederhergestellt, dass sie eingleisig und mit gedrosseltem Tempo wieder befahren werden kann. Der Radweg im Wipptal bleibt abschnittsweise gesperrt.Dasselbe gilt für einige Almwege. Nur die „Hoferalm" muss - weil derzeit nicht anderweitig erreichbar - per Hubschrauber versorgt werden.Nachdem die dringendsten Arbeiten an der Infrastruktur und den betroffenen Wohnhäusern zum Abschluss kommen, ist die Berufsfeuerwehr zudem seit Dienstag dabei, einen Steinbruch auszupumpen.Erst wenn das Wasser beseitigt sei, könne man abschätzen, welche Arbeiten dort noch notwendig seien.Froh ist man indes darüber, dass bereits geeignete Flächen ausfindig gemacht werden konnten, auf denen Treibholz und Erdmaterial aus dem ganzen Unwettergebiet zwischengelagert werden kann.„Es freut uns, dass viele Bürger sich bereit erklärt haben, ihre Grundstücke als Lagerflächen zur Verfügung zu stellen", heißt es aus der Leitstelle des Steinbruchs.