Nach Abschluss der Ermittlungen will die Polizei den Bauern wegen fahrlässiger Körperverletzung bei der Staatsanwaltschaft anzeigen.<BR /><BR />Zu dem Zwischenfall im Außerfern kam es kurz vor 18 Uhr. Die Österreicherin betrat samt zweier Hunde, aber ohne Leine eine Jungviehweide. Plötzlich bedrängte eine Kuh eines der Tiere. Als die Halterin versuchte, diesem zu helfen, gingen mehrere Rinder auf sie los. Aufgrund ihrer Verletzungen musste die Frau ins Krankenhaus eingeliefert werden, ein Veterinär kümmerte sich um die Hunde.<h3> Weide von Zaun umgeben</h3>Laut Auskunft der Exekutive ist die Weide von einem Zaun umgeben sowie durch einen Schranken versperrt. Fußgänger und Radfahrer haben allerdings Zutritt. „Unabhängig von allen Sicherungseinrichtungen wurden Ermittlungen gegen den Landwirt eingeleitet“, sagt eine Beamte der Polizeiinspektion Reutte. „Er ist der Halter und deshalb verantwortlich – Ähnliches gilt, wenn jemand von einem Hund angegriffen wird.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="948310_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Christian Angerer, Bezirksbauernobmann im Außerfern, wünscht der Verletzten baldige Genesung. Am Vorfall trage aber sie alleine Schuld. Angerer warnt vor einer „Schuldumkehr“. Es dürfe nicht passieren, dass der Landwirt, der mit Hinweisschildern ausdrücklich auf die möglichen Gefahren bei einer Begegnung von Weidetieren mit Hunden hinweise, „für das nicht regelkonforme Verhalten beim Wandern verantwortlich gemacht wird“.<BR /><BR />Ähnlich sieht die Sache Josef Hechenberger. „Wenn dieser Vorfall dazu führen sollte, dass der Bauer angeklagt wird, verstehe ich die Welt nicht mehr“, sagt der Präsident der Tiroler Landwirtschaftskammer. „Mehr als Einzäunen und Warnen geht nicht.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-61606867_quote" /><BR /><BR />Ob die Staatsanwaltschaft überhaupt Anklage erheben wird, steht noch nicht fest. „Die Ermittlungen der Polizei sind ein normaler Vorgang“, erklärt Hans Gföller, Leiter der Rechtsabteilung der Tiroler Landwirtschaftskammer. „Was dann dabei rauskommt, ist unklar. Ich gehe aber davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird.“ Laut Gföller habe der Außerferner Bauer alles in seiner Macht Stehende getan, um solch einen solchen Angriff zu verhindern beziehungsweise vorzubeugen.<BR />