Donnerstag, 19. November 2020

Aufruf: Bildungspersonal sollte sich an Corona-Screening beteiligen

Die 3 Bildungslandesräte und die Kindergarten-, Schul-, und Direktorengewerkschaften rufen Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schul- und Kindergartenpersonal auf, sich am Wochenende testen zu lassen.

Die Südtiroler Bevölkerung, insbesondere auch das Bildungspersonal, ist aufgerufen, sich an der flächendeckenden Aktion „Südtirol testet“ zu beteiligen.
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Die Südtiroler Bevölkerung, insbesondere auch das Bildungspersonal, ist aufgerufen, sich an der flächendeckenden Aktion „Südtirol testet“ zu beteiligen. - Foto: © APA/afp / THOMAS KIENZLE
Das Infektionsgeschehen in Südtirol hat Ausmaße angenommen, die am kommenden Wochenende eine landesweite Testung, ein sogenanntes Corona-Screening notwendig machen.

Mit einem gemeinsamen Aufruf wenden sich die 3 Bildungslandesräte, Landesrat Philipp Achammer, Landesrat Giuliano Vettorato und Landesrat Daniel Alfreider, und die Vertreterinnen und Vertreter der Kindergarten-, Schul- und Lehrergewerkschaften an die Südtiroler Bevölkerung, insbesondere an das Bildungspersonal, sich an der flächendeckenden Aktion „Südtirol testet“ zu beteiligen. Darauf haben sich Politik und Gewerkschaften bei einer Videokonferenz am Donnerstag verständigt.

Gemeinsames Ziel: Gesundheitsschutz und Bildung in Präsenz

Jeder Einzelne übernehme mit einem Antigen-Test Verantwortung dafür, das starke Infektionsgeschehen einzubremsen und Bildung in Präsenz zu ermöglichen. Darin sind sich die Beteiligten einig. Gerade eine starke Beteiligung von Pädagoginnen und Pädagogen sowie dem gesamten Schul- und Kindergartenpersonal am Corona-Screening sei wichtig, um schnell wieder zu pädagogischer Begleitung und Präsenzunterricht zurückzukehren.

Gemeinsames Ziel sei es, sowohl die Gesundheit als auch den Kindergarten- und Schulbetrieb zu schützen und diesen weitgehend in Präsenz zu gestalten. Neben den drei Bildungslandesräten, den Vertreterinnen und Vertretern der Kindergarten und Schulgewerkschaften sowie der Direktorengewerkschaften nahmen auch die Bildungsdirektorin und die Bildungsdirektoren sowie die Landesdirektorinnen aller drei Bildungsdirektionen an der Videokonferenz teil.

Rund 645 Testeinheiten stehen ab Freitag für die Südtirolerinnen und Südtiroler ab dem fünften Lebensjahr landesweit bereit. Die Möglichkeit, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, ist freiwillig und kostenlos.

Der Massentest ist die große Chance der Südtiroler, in realistischer Zeit ein relativ normales Leben zu führen. Beteiligen sich 50 Prozent, so kann die wichtige Zahl von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner pro Woche erst am 11. Jänner erreicht werden. Sind es aber 70 Prozent, so gelingt dies schon am 7. Dezember, hat Markus Falk, Biostatistiker an der Eurac, berechnet.Vorausgesetzt, negativ Getestete werden nicht leichtsinnig.

lpa