Mittwoch, 21. Oktober 2015

Aufruf zur Mahnwache - Stocker: "Da wird Angst geschürt"

"Reformieren: ja. Zerstören: nein." Mit diesem Slogan wird über ein Internet-Video zur Mahnwache an den Krankenhäusern Sterzing, Innichen und Schlanders aufgerufen. Gesundheitslandesrätin Martha Stocker plädiert in der Sache für Argumente und nicht Angstmacherei.

Am 28. Oktober soll die Mahnwache erfolgen.
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Am 28. Oktober soll die Mahnwache erfolgen.

Sie hat derzeit viel um die Ohren, die Sozial- und Gesundheitslandesrätin - und es scheint an vielen Ecken und Enden zu brennen. Neben der Sanitätsreform und dem Landesgesundheitsplan, aufgrund von Einschnitten rebellierenden Ärzten, der Diskussion über Flüchtlingströme und deren -unterkünfte ist der Zank um die Kleinkrankenhäuser letzthin beinahe in den Hintergrund gerückt. 

Mahnwachen in Innichen, Sterzing und Schlanders

Das scheinen deren Befürworter und Beschützer wieder ändern zu wollen. Mit einem Video (hier der Link), das sich im Internet verbreitet, wird zur Mahnwache "für unsere Krankenhäuser" in Sterzing, Schlanders und Innichen am 28. Oktober um 20 Uhr aufgerufen. 

 

Ausschnitt aus dem Videoaufruf zur Mahnwache. - Foto: STOL

Damit wollen die Initiatoren ein Zeichen setzen "für eine sinnvolle Sanitätsreform und gegen Abbau und Aushöhlung der peripheren Krankenhäuser". Die Forderung: Die Kleinkrankenhäuser "müssen offen bleiben". Fackeln für eine ordentliche Mahnwache scheinen auch schon organisiert.

Stocker: "Es steht fest, was offen bleibt"

"Ich verstehe das nicht", reagierte Gesundheitslandesrätin Martha Stocker auf Anfrage von STOL auf die geplante Mahnwache. Es gebe einen Beschluss der Landesregierung, "wo genau drin steht, welche Abteilungen bleiben". 

Stocker erwarte sich, dass die Leute die Diskussion suchen, sich gemeinsam an einen Tisch setzen, sich Argumenten stellen und solche vortragen. Und nicht: dass sie auf die Straße gehen, mit Fackeln Mahnwachen halten.

"Was mich stört ist, dass damit bewusst Angst geschürt wird", sagt Stocker. Dabei bleiben die Krankenhäuser ja offen.

stol/ker

stol