Samstag, 22. August 2020

Aufspürung von M49 nun schwieriger: Funkhalsband abgestreift

Der Problembär M49 ist untergetaucht. Er hat sein Funkhalsband abgestreift und kann deshalb nicht mehr geortet werden. Experten sind nun auf die Spuren des Bären angewiesen.

M49 entkam am 27. Juli 2020 ein zweites Mal.
M49 entkam am 27. Juli 2020 ein zweites Mal. - Foto: © ANSA / FACEBOOK SERGIO COSTA
Es war die Autonome Provinz Trient, die die Nachricht mit folgender Erklärung übermittelte: „Der M49-Bär wurde seit seiner Flucht aus dem Casteller-Gehege stets durch das Halsband überwacht, das mit einem Geolokalisierungssystem ausgestattet ist. Am 16. August war der Bär in das Gebiet Passo 5 Croci - Val Cion umgezogen, wo die GSM-Übertragungen des Halsbandes durch die schlechte Telefonabdeckung stark beeinträchtigt wurden. Am 19. August um 14 Uhr schickte das Halsband mehrere Positionen, auch vom Vortag und bestätigte die Position flussaufwärts der Malga Val Ciotto.

Da weitere Signale des Funkhalsbandes ausblieben, wurde am Freitagmorgen eine Suche vor Ort durchgeführt: Das Band wurde intakt am Boden im Wald des Vanoi-Tales östlich von Trient gefunden. Damit kann M49 in freier Wildbahn nicht mehr geortet werden.

M49 wurde vom Höheren Institut für Umweltschutz als „gefährlich“ eingestuft, weil er die Fähigkeit entwickelt hat, Zäune und Scheunentore zu durchbrechen, und weil er sich vermehrt Bevölkerungszentren näherte.

Das Tier war am 15. Juli 2019 zum ersten Mal aus dem Wildtierzentrum Casteller in Trient geflohen. Nachdem der Problembär am 29. April 2020 gefangen genommen worden war, entkam er am 27. Juli 2020 ein zweites Mal. Nun werden sich die Experten in der Provinz auf die Spuren des Bären stützen, um die Bewegungen von M49 weiter zu verfolgen.

Hier finden Sie die Chronik des Problembären M49 seit 2018 im Überblick:

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stol

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