Weitere Schwerpunkte der Jahresauftaktsitzung der FUEV unter dem Vorsitz des Präsidenten Hans Heinrich Hansen waren die europäische Bürgerinitiative für Minderheitenrechte und auch die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU.Jahreskongress im Juni in BrixenIm Juni hält die FUEV nach 10 Jahren wieder ihren Jahreskongress in Südtirol ab. Die in Brixen stattfindende Tagung steht im Zeichen der „Autonomien in Europa“ sowie der „Europäischen Bürgerinitiative“. Eine Million Unterschriften sollen für die Anliegen der Minderheiten gesammelt werden. Der Auftakt soll in Südtirol im Rahmen der Tagung erfolgen.Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU in ihrer friedensstiftenden Funktion wurde vonseiten des Präsidiums sehr begrüßt. Kritisch anzumerken sei allerdings, so FUEV-Vizepräsidentin Martha Stocker, „dass man im Rahmen dieser Verleihung hätte auch die Friedensarbeit der Minderheiten hervorheben sollen und in diesem Sinne auch die Vertreter der Nationalitäten, Volksgruppen, Minderheiten“.Damit hätte man ihnen und ihrem wesentlichen Beitrag zur Konfliktbewältigung verdiente Sichtbarkeit verliehen.Die Verabschiedung der Kopenhagener Kriterien 1992, welche auflisten, was neue Mitgliedsstaaten Minderheiten gegenüber an Rechten garantieren müssen, habe ja gezeigt, dass man sich durchaus bewusst sei, dass die Volksgruppen bzw. Minderheiten entscheidend zur Friedenssicherung beitragen, wenn sie anständig behandelt werden.FUEV will bei europäischen Gremien intervenierenDie FUEV beschloss daher, diese Sicht auch gegenüber den Vertretern der europäischen Institutionen vorzubringen und entsprechend bei EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz und EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy schriftlich zu intervenieren.Im Rahmen der Auftaktveranstaltung fanden auch verschiedene Treffen statt. So trafen die Vorstände der FUEV u.a. Landeshauptmann Luis Durnwalder, SVP-Parteiobmann Richard Theiner, den Vorsitzenden der Ungarn in Rumänien, Hunor Kelemen und den Präsidenten der Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen (MIDAS) Toni Ebner.stol