Donnerstag, 13. August 2015

Auftritt trotz Sperre: Konsequenzen für Kostner?

Obwohl sie für 16 Monate gesperrt ist, hat sich die Grödner Eisläuferin Carolina Kostner am Mittwoch in Corvara auf dem Eis gezeigt. Noch steht nicht fest, ob diese Entscheidung Konsequenzen haben wird.

Carolina Kostner ist trotz ihrer Sperre in Corvara aufgetreten (Archivbild) - Foto: Max Pattis
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Carolina Kostner ist trotz ihrer Sperre in Corvara aufgetreten (Archivbild) - Foto: Max Pattis

Carolina war für die "Italian Summer Tour" im Eispalast von Corvara aufgetreten. Auch am Donnerstag in Pinzolo und am Samstag in Asiago soll die Eiskunstläuferin Auftritte geplant haben.

Nun stellt sich die Frage: Darf sie das eigentlich?

Wie die italienische Nachrichtagentur Ansa und die Zeitung Gazzetta dello Sport berichten, darf Kostner aufgrund der Sperre bei keiner Veranstaltung teilnehmen, die in Zusammenhang mit dem Coni, dem Olympischen Komitee Italiens, stehen.

Aber trifft das auf das Event zu, im Rahmen dessen Carolina Kostner am Mittwoch vor 1500 Menschen aufgetreten ist? Die Sportgruppe "Fiamme Azzurre" der italienischen Gefängnispolizei, der die Grödnerin angehört, sagt "Nein". Es seien keine Gesellschaften oder Sportgruppen beteiligt gewesen, die vom Coni anerkennt würden, heißt es.

Wenn dies wirklich zutrifft, gibt es für Kostner keinerlei Konsequenzen. Das muss jedoch von der Staatsanwaltschaft entschieden werden, die nun alle beteiligten Vereine überprüfen wird. Wie Ansa berichtet, könnte sich die Anti-Doping-Abteilung des Coni gezwungen fühlen, einen neuen Fall zu eröffnen.

Andrea Buongiovanni, Journalist der Gazzetta, schreibt in seinem Kommentar am Donnerstag: "Carolina muss bereits für ihren (möglichen) Fehler teuer bezahlen. (...) Es könnte sein, dass die Wada (World Anti-Doping Agency, Anm.d.R.) in Hinblick auf den möglichen Regelverstoß Carolinas die Strafe noch einmal verschärft. Sei es, wie es sei. Aber lassen wir sie endlich in Frieden leben."

stol/liz

stol