„Nein zur Zerschlagung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland: Unsere Heimat ist keine Verhandlungsmasse“, lautet der Titel des Infoblattes, mit dem die sofortige Streichung der in der Kammer beschlossenen Neueinteilung des Wahlkreises gefordert wird. Dieselbe Forderung samt dazugehörigen Argumenten findet sich auf der Rückseite in Italienisch. Einen Auftraggeber sucht man auf dem Faltblatt vergeblich.<BR /><BR />„Die Aktion stammt von uns. Wir haben sie bewusst neutral gehalten, denn es soll keine Schützensache sein, sondern ein Anliegen der gesamten Bevölkerung, weshalb wir auch die italienische Bevölkerung mit ansprechen“, sagt der Unterlandler Bezirksmajor, Peter Frank. Die Aktion sei von jungen Schützen vorgeschlagen und ausgearbeitet worden. Die Info-Blätter spät abends und in den Morgenstunden beim Großteil der Unterlandler Postkästen einzuwerfen, macht den Schützen so schnell keiner nach. „Wir Schützen haben schon oft gezeigt, dass wir mit relativ einfachen Mitteln viele erreichen können“, meint dazu Frank.<h3> Auch Online-Petition gestartet</h3>Indes hat der SVP-Bezirk Unterland eine Online-Petition gegen die Aufteilung des Senatswahlkreises gestartet. „Wir wollen der Zivilgesellschaft die Möglichkeit geben, klar zum Ausdruck zu bringen, dass Vorgehen und Teilung der Bevölkerung nicht passen“, sagt Bezirksobmannstellvertreterin Samantha Endrizzi. Bis gestern Abend haben rund 700 Bürger (Stand 17 Uhr) mit ihrer Unterschrift hinter der Petition gestanden, was für den ersten Tag ein Achtungserfolg ist.<BR /><BR />In den nächsten Tagen könnten die Unterschriften aber ansteigen, wenn Vereine wie z.B. die Schützen einsteigen. Bezirksmajor Frank spricht von einer „guten Aktion.“<BR /><BR />„Jedenfalls bewegt sich was bei der SVP – und das war genau das, was wir mit unserer Veranstaltung erreichen wollten“, sagt Landeskommandant Christoph Schmid. Die Schelte, keine unangemeldeten Stellungnahmen zugelassen zu haben, nehme man dafür „gern in Kauf“. Am 26. August folgt die nächste Veranstaltung. Diesmal in Neumarkt und mit den Bürgermeistern Karin Jost, Michael Epp und Manfred Mayr.