Erklärtes Ziel der Landesrätin ist ein Schlüssel von einem Ortspolizisten auf 1.000 Bürger. Gemeinden(-zusammenschlüsse), die nahe daran herankommen mit ihren Aufstockungsplänen, werden vom Land finanziell unterstützt – und zwar „je höher, je näher“ – startend ab 60 Prozent. Bis Ende September können die Gesuche nun eingereicht werden, die ersten sind schon da. Damit sind die zusätzlichen Polizisten allerdings noch nicht eingestellt, „es braucht natürlich erst die entsprechenden Wettbewerbe“, erklärt Mair. <BR /><BR />Und das gibt ihrem Ressort noch ein wenig Zeit für den nächsten Schritt in Richtung Aufwertung der Ortspolizei: eine neu aufgestellte, einheitliche und vom Land koordinierte Ausbildung, beginnend mit einer intensiven Grundausbildung. Die „Polizeischule“ könnte räumlich dabei die Landesfeuerwehrschule in Vilpian nutzen: „Es wird dafür jedenfalls sicher keine neue Struktur geben“, erklärt Mair. Da die Ausbildung berufsbegleitend sein soll, dürfte es auf Blockunterricht hinauslaufen. „Einige Inhalte kann man sicher auch online vermitteln, bei den meisten Lehrstunden wird jedoch Anwesenheit notwendig sein.“ <BR /><BR />Derzeit rechnet Mair damit, dass 20 bis 30 künftige Ortspolizisten pro Jahr diese Ausbildung durchlaufen werden – aus dem ganzen Land. „Wir müssen bei der Ausbildung nichts neu erfinden, wir können uns an bereits bestehenden Ausbildungen orientieren. Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit Carabinieri und Staatspolizei – gerade auch bei der Ausbildung. Dort sei man froh um die personelle Unterstützung durch eine aufgewertete Ortspolizei – und gerne bereit, bei der Ausbildung mitzuhelfen.“<h3> Mehr Präsenz und mehr Kontrollen</h3>Mehr Ortspolizei heißt aber auch, mehr Aufgaben können übernommen werden. Neben mehr Präsenz soll – so wünscht sich das Landesrätin Mair – mehr Kontrolltätigkeit, etwa in Sachen Lizenzen oder im Bereich Wohnen, erfolgen können. Auch eigene Ermittlungen soll die Ortspolizei künftig verstärkt leisten können. Noch gibt es dafür allerdings keinen Zugriff auf gesamtstaatliche Datenbanken der staatlichen Sicherheitskräfte. „Es ist aber auch in Rom eine gesetzliche Anpassung geplant“, weiß Mair. <BR /><BR />Damit man Zweigleisigkeiten vermeiden und von mehr Sicherheitskräften maximal profitieren kann, braucht es Absprachen untereinander. „Das klappt aber bereits jetzt vor Ort schon sehr gut“, ist die Landesrätin überzeugt. Für mehr Einheitlichkeit oder auch <BR /><BR />Und zu guter Letzt soll mit der Aufwertung der Ortspolizei auch eine Anpassung der Kollektivverträge einhergehen, auch hier „gibt es schon erste Gespräche mit den Gewerkschaften und dem Gemeindenverband“, berichtet Landesrätin Mair. <BR /><BR />Alles in allem: Das Kind ist gut auf den Weg gebracht. Allerdings warnt Landesrätin Ulli Mair vor allzu großen Erwartungen: „Geredet wurde über die Aufwertung der Ortspolizei schon lange, wir haben das nun konkret angepackt. Über Nacht wird die Veränderung aber nicht gehen, sondern nur Schritt für Schritt.“ Und der größte Vorteil der Ortspolizei in ihren Augen? „Das Vertrauen der Bürger und die Ortskenntnis.“