Montag, 10. Mai 2021

Aus dem Pazifik verirrter Wal „Wally“ bei Barcelona gesichtet

Ein junger Grauwal, der sich vermutlich wegen des Klimawandels aus dem Pazifik ins Mittelmeer verirrt hat, ist an der spanischen Ostküste weiter Richtung Süden geschwommen.

Wal Wally schwimmt weiter in Richtung Süden.
Wal Wally schwimmt weiter in Richtung Süden. - Foto: © APA/afp / RENAUD DUPUY DE LA GRANDRIVE
Biologen tauften den Meeressäuger Wally. Zahlreiche Menschen hätten das etwa 8 Meter lange Tier am Wochenende vor der Küste Barcelonas gesehen, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“ am Montag. 2 Schiffe der Seenotrettung und der Feuerwehr begleiteten den Wal vor Barcelona, um zu verhindern, dass er in den Hafen der Großstadt schwimmt oder mit einem Schiff kollidiert.

Tierhüter gingen davon aus, dass der Wal durch die Meerenge von Gibraltar in den Atlantik zurückkehren könnte. Allerdings äußerten sie die Befürchtung, er werde es kaum zurück in den Pazifik schaffen. Vorher werde das bereits erheblich abgemagerte Tier vermutlich verhungern, weil er im Mittelmeer keine Krusten- und Weichtiere finden kann, von denen sich Grauwale im Pazifik ernähren.

Experten vermuteten, dass sich der höchstens 2 Jahre alte Wal im Pazifik an der Westküste der USA verirrt hat. Er sei dann möglicherweise durch die Nordwestpassage in den Nordatlantik gelangt, die durch die Klimaerwärmung leichter zu passieren sei, schrieb die Zeitung.

Vermutlich handele es sich um dasselbe Tier, das im März bereits vor der Küste Nordafrikas, im April dann vor Italien und vor kurzem schließlich vor der Südküste Frankreichs gesichtet worden war.

In Großbritannien hat sich ebenfalls ein Wal verirrt: Ein Minkwal blieb in einer Schleusenanlage der Themse in London hängen. Er konnte befreit werden.

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apa

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