Das Verbot, über das die Landesregierung auch diesen Freitag diskutieren wird, betrifft laut Kompatscher organisierte Motorsportveranstaltungen. Sofern es sich um organisierte Veranstaltungen handelt, um im Konvoi unterwegs zu sein, sei dafür eine Genehmigung des Landes nötig. „Und diese Genehmigungen werden wir generell nicht mehr erteilen, denn diese Veranstaltungen sind unserem Ziel, den Freizeitverkehr zu reduzieren, nicht zuträglich“, so Kompatscher. Eine gesetzliche Änderung sei dazu nicht nötig. Es reiche eine Verordnung, die demnächst zu erwarten ist.<BR /><BR />Zudem herrsche in der Landesregierung Einhelligkeit, Straßensperren, wie sie z. B. von einigen Seiten für eine Neuauflage des Mendelrennens anvisiert werden, nicht zuzustimmen. Dieses Autorennen gebe es seit vielen Jahren nicht mehr. Eine Neuauflage sei „nicht nötig.“<BR /><BR />Das Problem der Raser auf den Bergpässen bekäme man aber trotz dieser Maßnahmen nicht in den Griff. Wenn vier Freunde mit der Kawasaki Ninja rasen, sei dies keine Veranstaltung, selbst wenn alle vier im selben Hotel logieren.<h3> „Es braucht fixe Radarfallen an Pässen“</h3>„Deshalb haben wir nach dem Dekret von Minister Salvini sofort ein Treffen mit der Regierungskommissarin beantragt“, so Kompatscher. Es brauche fixe Radarfallen auf Pässen. Gemeinden verfügen nicht über das Personal, ständig mit Polizisten hinter Blitzern zu stehen.<BR /><BR />Anders als im Cadore oder der Val Sugana legte Südtirols Regierungskommissariat das Ministerialdekret für Speed-Check-Boxen bisher restriktiv aus. Erhöhte Unfallhäufigkeit, häufige Geschwindigkeitsübertretung und die Unmöglichkeit, sie nachzuweisen müssen zutreffen, um einem fixen Blitzer zuzustimmen. „Wir aber sind der Meinung, dass auch nur eines der Kriterien reicht“, so Kompatscher. Beim Treffen wird er von den Landesräten Alfreider und Mair sowie von Gemeinden-Chef Oberstaller begleitet. „Um zu zeigen, dass sich die Bürger die Blitzer wünschen.“