Montag, 21. Oktober 2019

Aus Kirche gestohlene indigene Statuen in den Tiber geworfen

Während im Vatikan die Amazonas-Synode läuft, hat ein unbekannter Täter mehrere indigene Skulpturen aus Südamerika aus einer römischen Kirche entwendet und in den Tiber geworfen.

Die Statuen wurden aus der Kapelle Santa Maria in Traspontina entwendet, bevor sie in den Tiber geworfen wurden.
Die Statuen wurden aus der Kapelle Santa Maria in Traspontina entwendet, bevor sie in den Tiber geworfen wurden. - Foto: © ANSA / Domenico Palesse

Ein Video zeigte am Montag, wie sich der Mann in die nur wenige Hunderte Meter vom Petersdom entfernte Kirche Santa Maria in Traspontina begibt und die dort aufgestellten Pachamama-Figuren mitnimmt.



Die Figuren, die nackten schwangeren Frauen ähneln, trägt er im Arm davon, geht an der Engelsburg vorbei auf die Engelsbrücke und wirft sie in den Fluss. Das Video ist ohne Kommentar, das Gesicht des Mannes nicht zu sehen.

Pachamama gilt unter indigenen Völkern in Südamerika als eine Art personifizierte Erdmutter.

Bei der Amazonas-Synode im Vatikan beraten vom 6. bis 27. Oktober Bischöfe und Experten aus Südamerika und anderen Erdteilen über die besonderen Problemen des Amazonasgebiets. Es geht dabei sowohl um kirchliche als auch um Umweltfragen. Auch Vertreter der indigenen Urbevölkerung aus Brasilien und Nachbarländern sind nach Rom gereist.

Ob die Holzfiguren wiedergefunden wurden, war am Montag nicht bekannt.

dpa