„Ein erschreckender Vorfall. So etwas hat es bei uns noch nie gegeben – dass ein Polizist außer Dienst angegriffen wird“, sagt der Kommandant der Bozner Stadtpolizei, Sergio Ronchetti. Die Wachsamkeit müsse erhöht werden. Immer öfter hätten es seine Beamten mit gewaltbereiten Kriminellen zu tun.Der Stadtpolizist hatte an einer Geburtstagsfeier in einer Bar in Oberau teilgenommen. In der Nähe stand eine Gruppe albanischer Staatsbürger. Einen von ihnen hatte der Beamte am Vortag bei einer Verkehrskontrolle aufgehalten und angezeigt. Der Albaner hatte keinen Führerschein und log über seine Identität.Glas an Kopf geworfenAls er den Beamten erkannte, soll der Tatverdächtige ihn bedroht haben. Ob er es selbst war, der den Stadtpolizisten in der Folge anrempelte oder einer seiner Begleiter, muss noch geklärt werden.Ein dritter Mann warf dem Polizisten plötzlich ein Glas an den Kopf. Der Beamte reagierte sofort und entsicherte seine Dienstwaffe. Daraufhin flohen seine Angreifer. Die Heilungsdauer für die Kopfverletzung des Polizisten beträgt 15 Tage. "Chef" der Bande amtsbekannt Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Zumindest der „Chef“ der Gruppe ist hinlänglich polizeibekannt. Angesichts der geltenden Gesetzeslage, derzufolge der U-Richter eine Sicherungsmaßnahme im Gefängnis nur in begründeten Ausnahmefällen verfügen kann, ist es unwahrscheinlich, dass einer der Tatverdächtigen in U-Haft hinter Gittern kommt. Im Falle einer Verurteilung könnte es schon anders aussehen – auf Bedrohung steht bis zu einem Jahr, auf Körperverletzung stehen bis zu 3 Jahre Haft.rc