Ob in einer Pflegeeinrichtung oder in einem ambulanten Dienst, wer als Pflegehelfer arbeitet, braucht medizinisch-krankenpflegerische Kenntnisse und psychologisches Einfühlungsvermögen. „Wir bilden unsere Pflegehelfer vor allem für die Arbeit im Krankenhaus, in den Alters- und Pflegeheimen, sowie für den Hauspflegedienst aus“, erklärt Margot Schenk, Koordinatorin des deutschsprachigen Kurses in der Pflegeschule am Gscheibter-Turmweg in Bozen. Jährlich werden an dieser Schule 25 deutschsprachige und 25 italienischsprachige Pflegehelfer ausgebildet. Zugelassen werden alle, die innerhalb 31. Dezember 2014 das 17. Lebensjahr vollendet und die Pflichtmittelschule abgeschlossen haben. Der Kurs, für den man sich noch bis zum 21. Juli (Tel. 0471/272141 oder 907259 von 9:00 bis 12:00 Uhr) einschreiben kann, besteht aus 1.200 Stunden Unterricht, davon sind 750 Stunden Theorie und 450 Stunden Praxis. Die neuen Kurse beginnen am 9. September 2014 und dauern bis 20.06.2015. Das Kursprogramm sieht u.a. allgemeine Pflege, spezielle Pflege für Kinder, Senioren und psychisch Kranke, sowie für Kranke mit verschiedenen Behinderungen, Hygiene, Erste Hilfe, Anatomie, Psychologie, Soziologie, Ethik und Sterbebegleitung vor. „Die Kursteilnehmer absolvieren ein fünfwöchiges Praktikum in einem Altersheim und zweimal fünf Wochen im Krankenhaus. Wir organisieren die Praktikumsplätze und betreuen die Kursteilnehmer fachlich und organisatorisch auch während dieser Zeit. „Für all Jene, die sich im Anschluss an den Kurs noch weiterbilden möchten, gibt es ein Zusatzmodul zur speziellen Pflege von psychisch Kranken, sowie für die Arbeit des Pflegehelfers im Operationssaal“, erzählt Margot Schenk.Im Herbst übersiedelt die Schule in die Siemens-Straße, wo adäquatere Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.