Auch wehrt er sich gegen den Eindruck, man würde jeden nehmen. „Da wird durchaus ausgewählt, viele der Quereinsteiger haben auch ein Studium, nur eben nicht das vorgeschriebene“, so der Bildungslandesrat.<BR /><BR />Nichtsdestotrotz kündigt Achammer gleich zwei Maßnahmen an: zum einen eine allgemeine Erhebung zu Zahlen, Ausbildungen und Einsatzbereichen der Quereinsteiger. Zum anderen werde man „Quereinsteigerkurse massiv potenzieren. Die ersten Erfahrungen damit im Bereich der Grundschule sind sehr positiv.“ <BR /><BR />Für diese berufsbegleitende Weiterbildung sind derzeit drei Voraussetzungen zu erfüllen: mindestens 30 Jahre alt, bereits drei Jahre über Direktberufung angestellt sowie eine positive Dienstbewertung. Dies könnten auch die Kriterien sein für die Ausbildungsoffensive für andere Schulstufen. Einen akademischen Titel erhält man mit dieser Ausbildung nicht. Obligatorisch ist derzeit für Quereinsteiger jedoch lediglich eine Kurzeinweisung von mindestens 25 Stunden. <BR /><BR /><embed id="dtext86-71960101_quote" /><BR /><BR />Für Achammer ist klar: „Auch im Dienst auszubilden ist alternativlos.“ Das zeige auch ein Blick über die Grenzen. „Alle deutschsprachigen Gebiete haben einen Lehrermangel, auch jene, wo deutlich mehr bezahlt wird als in Südtirol“, so Philipp Achammer. <BR /><BR />Und noch etwas sei bei dieser Diskussion zu berücksichtigen: Eigentlich hätte man genug Lehrkräfte, zumindest für die meisten Fächer. Aber eben nur eigentlich. Denn viele Lehrkräfte arbeiten nur in Teilzeit oder sind in Elternzeit. Durch diese verschiedenen temporären oder ganzjährigen Abwesenheiten brauche man jetzt schon „ein Drittel mehr Lehrpersonen, als wir Stellen zuweisen.“ Aktuell sind es für 5.674 Vollzeit-Planstellen 7.466 Lehrkräfte, also 1.738 mehr. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228992_image" /></div> <BR /><BR />Besonders ins Gewicht fallen dabei die Lehrkräfte, die nur in Teilzeit arbeiten. Woran liegt das? „Meines Wissens handelt es sich mehrheitlich um Kolleginnen, die mit Teilzeit Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen oder Pflegefälle in der Familie haben. Ein auch nicht zu unterschätzender Teil arbeitet aber auch deswegen nur Teilzeit, weil die Anstrengung und Herausforderung zu groß wird“, erklärt Gewerkschafterin Petra Nock (SSG).