Freitag, 15. Februar 2019

Ausländische Kennzeichen: Das müssen Sie wissen

Ende des vergangenen Jahres hat die italienische Regierung im sogenannten Salvini-Dekret festgeschrieben, dass für Inländer das Lenken eines Fahrzeugs mit ausländischem Kennzeichen fortan verboten sei. Die Unsicherheit ist seitdem groß. STOL räumt hier mit allen Fragen auf.

Das Gesetz sorgt für großen Unmut.
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Das Gesetz sorgt für großen Unmut. - Foto: © shutterstock

Wie berichtet, stehen in Südtirol derzeit drakonische Strafen für das Fahren mit einem Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen an der Tagesordnung. Hier erfahren Sie alles, was sie zu dem heftig umstrittenen Gesetz und den vorgesehenen Strafen im Falle einer Übertretung wissen müssen.

Was sieht das Salvini-Dekret genau vor? 
Es sieht eine Strafe von 712 Euro vor, falls ein Fahrzeuglenker, der seit mehr als 60 Tagen den effektiven Wohnsitz in Italien hat, mit einem Auto mit ausländischem Kennzeichen unterwegs ist.

Gibt es eine Strafreduzierung
Ja, und zwar um 30 Prozent, sofern die Strafe innerhalb von 5 Tagen bezahlt wird. Aus den 712 Euro werden dann 498,40 Euro.

Ist dann alles bereinigt?
Nein, denn es wird zugleich der  Fahrzeugschein („Büchl“) eingezogen und dem Kraftfahrzeugamt übergeben. Der seit mehr als 60 Tagen in Italien Ansässige hat dann 6 Monate Zeit, das Fahrzeug  mit ausländischem Kennzeichen entweder  in Italien zuzulassen (immatrikulieren) – oder  eine Ermächtigung anzufordern, das Fahrzeug über die Grenze zu bringen, um es dort zu verkaufen oder es Dritten zu überlassen.

Und wenn die 6 Monate sozusagen tatenlos verstreichen?
Dann beginnt das Verfahren zur Einziehung des  Fahrzeug.

Gilt dies auch für Fahrzeuge, die im Ausland geleast wurden?
Nein, die sind nicht betroffen.

stol

stol